Pflanzliche Heilmittel gegen Husten

Eukalyptus, Efeu, Eibisch: Bei Husten gibt es eine Vielzahl von pflanzlichen Helfern. Welches Mittel wann sinnvoll ist, erklärt Apotheker Christian Hoffmann

von Dr. Sabine Haaß, aktualisiert am 22.05.2017

Christian Hoffmann ist Apotheker in Quickborn


Husten ist ein gesunder Schutzreflex: Mit seiner Hilfe befreit sich die Lunge zum Beispiel von eingedrungenen Fremdstoffen. Bei einem Infekt kann Husten allerdings sehr lästig werden – viele Menschen suchen dann Hilfe in der Apotheke.

Hustenstiller und Hustenlöser

Bei trockenem, mitunter schmerzhaftem Reizhusten, der oft am Anfang ­eines Infektes steht und den Schlaf stört, empfehle ich Hustenstiller aus Eibisch, Isländisch Moos oder Spitzwegerich. Sie bedecken die gereizten Bronchien mit einem Schleimfilm und lindern den Hustenreiz.

Nach einigen Tagen produzieren die Bronchien mehr Schleim, um Viren und Bakterien loszuwerden. Jetzt können Hustenlöser helfen: etwa Wirkstoffe aus Efeu und Primelwurzel oder ätherische Öle aus Eukalyptus und Thymian. Sie sorgen dafür, dass sich der Schleim leichter abhusten lässt. Thymian und Efeu bewirken zudem, dass sich die Bronchien entkrampfen.

Hustensirup beim Insulin berücksichtigen

Hustenstiller sollte man hauptsächlich nachts, Hustenlöser tagsüber anwenden – und keinesfalls beide zusammen. Pflanzliche Hustenmittel gibt es als Tabletten, Kapseln, Tropfen, Sirup oder Tee. Wichtig: Wer Insulin spritzt und die Dosis selbst berechnet, sollte beachten, dass Sirup Kohlen­­hydrate enthalten kann (siehe Beipackzettel), die beim Berechnen der Insulindosis berücksich­tigt werden müssen.


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