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Immunsystem

Das Immunsystem dient im menschlichen Körper der Abwehr von Krankheitserregern. Manchmal richtet es sich aber gegen den eigenen Organismus – etwa bei Typ-1-Diabetes

06.11.2013
Frau putzt sich die Nase

Haaatschi! Bei Schnupfen versucht das Immunsystem, Krankheitskeime loszuwerden


Das Immunsystem im menschlichen Körper ist ein komplexer Mechanismus, um körperfremde Substanzen zu erkennen und abzuwehren sowie anormale Körperzellen (zum Beispiel Krebszellen) zu entfernen. In der Regel ist das Immunsystem größtenteils ohne Probleme in der Lage, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden – also nur unerwünschte Eindringlinge zu bekämpfen und die Zellen des eigenen Körpers unversehrt zu lassen.

Manchmal tritt aber auch eine Fehlsteuerung des Immunsystems auf. Diese kann dazu führen, dass eigene Zellen als fremd angesehen und angegriffen werden. Mediziner sprechen dabei von einer Autoimmunreaktion, die eine Autoimmunerkrankung nach sich zieht.

Typ-1-Diabetes entsteht beispielsweise, wenn Abwehrkörper des Immunsystems die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstören, die das Hormon Insulin produzieren. Die Betroffenen müssen ihren Insulinbedarf fortan von außen abdecken. Was genau die Immunreaktion bei Diabetes Typ 1 auslöst, ist noch unklar.

Im Gegensatz dazu spielt das Immunsystem wohl keine Rolle, wenn Typ-2-Diabetes entsteht. Bei dieser Diabetesform, die durch Übergewicht, Bewegungsmangel und genetische Veranlagung begünstigt wird, kommt es dazu, dass die Körperzellen zunehmend schlechter auf Insulin reagieren.

Erhöhte Blutzuckerwerte bei Diabetes können die Abwehrkräfte schwächen. Betroffene sind dann zum Beispiel anfälliger für Infektionen. Das kann sich darin niederschlagen, dass Betroffene im Winter eher an einer Erkältung erkranken. Es kann aber auch dazu führen, dass vergleichsweise harmlose Wunden sich stärker ausbreiten und Geschwüre bilden. Vor allem die Füße sind bei Diabetes dafür gefährdet. Fachleute sprechen hier vom diabetischen Fußsyndrom.