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Bolus

Schnell wirkendes Bolusinsulin dient in der Diabetesbehandlung dazu, akut zu hohe Blutzuckerwerte zu korrigieren oder den Kohlenhydratgehalt einer Mahlzeit auszugleichen

aktualisiert am 05.07.2017
Nudelgericht

Pasta: Der Bolus gleicht die Blutzuckeranstiege durch Mahlzeiten aus


In der Diabetologie bezeichnet der Bolus die Insulinmenge, die ein Patient spritzt, um entweder den Blutzuckeranstieg einer Mahlzeit abzufangen oder einen erhöhten Blutzucker zu korrigieren. Dazu werden schnell wirkende Insuline verwendet. Der Begriff "Bolus" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt "Wurf" oder "Fang".

Einen Bolus spritzen Patienten zum Beispiel im Rahmen einer intensivierten Insulintherapie. Bei dieser sollen ein bis zweimal täglich injizierte lang wirkende Insuline – das sogenannte Basalinsulin – den Grundbedarf des Körpers im Tagesverlauf abdecken. Der Bolus gleicht zusätzlich akute Anstiege des Blutzuckerspiegels aus.

Bei der Berechnung des Bolus spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

  • Die Menge an Kohlenhydraten einer Mahlzeit (und in geringerem Umfang der Fett- und Eiweißanteil)
  • Die aktuelle Blutzuckerhöhe
  • Die aktuelle Insulinempfindlichkeit. Diese wird durch die Tageszeit, Krankheiten und sportliche Aktivitäten beeinflusst