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Inkretinhormone

Nach dem Essen schüttet der Körper zuckerabhängig Hormone aus der Gruppe der Inkretine im Darm aus. Diese regen die Insulinfreisetzung an

25.03.2015
Junge Frau isst Spaghetti

Inkretine tragen dazu bei, den Blutzuckerspiegel nach dem Essen zu senken


Inkretinhormone (Inkretine) spielen bei der Steuerung des Blutzuckerspiegels eine Rolle. Bei Menschen mit gesundem Stoffwechsel regen diese Darmhormone die Freisetzung von Insulin nach einer Mahlzeit an: Als Reaktion auf die Aufnahme von Zucker steigt die Konzentration der Inkretinhormone im Blut an. Als Folge produzieren die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse mehr Insulin und geben es ins Blut ab. Mehr Insulin fördert die Aufnahme von Glukose (Traubenzucker) ins Gewebe. Zugleich verringern die Inkretine die Produktion von Glukose in der Leber (Glukoneogenese). Die Kombination dieser Vorgänge lässt den Blutzuckerspiegel absinken.

Die Wirkungen der Inkretinhormone sind glukoseabhängig. Sinken die Blutzuckerwerte, wird die Insulinproduktion gedrosselt. Das beugt bei gesunden Menschen Unterzuckerungen vor. Zur Gruppe der Inkretinhormone gehören GLP-1 (Glukagon-like Peptid 1) und GIP (gastroinhibitorisches Peptid).

Einige Medikamente zur Behandlung erhöhter Blutzuckerwerte bei Typ-2-Diabetes nutzen die Wirkweise der Inkretine: Dabei handelt es sich um die Gruppen der Inkretin-Analoga und der Inkretin-Verstärker.