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Insulin-Basalbedarf

Die Bauchspeicheldrüse gibt rund um die Uhr das Hormon Insulin ins Blut ab, um den sogenannten Basalbedarf abzudecken. Moderne Insulintherapien bei Diabetes versuchen diese natürliche Ausschüttung nachzuahmen

aktualisiert am 15.12.2016
Insulinpumpe

Eine Insulinpumpe deckt auch den kontinuierlichen Insulinbedarf des Trägers ab


In den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse stellt der Körper das lebenswichtige Hormon Insulin her, das zur Regulierung des Blutzuckerspiegels dient. Steigt nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit die Menge an Traubenzucker (Glukose) im Blut an, schüttet die Bauchspeicheldrüse große Mengen an Insulin aus, um die Zuckerkonzentration wieder zu senken.

Abseits der großen Mahlzeiten gibt die Leber Traubenzucker ins Blut ab. Um das auszugleichen, setzt die Bauchspeicheldrüse ebenfalls beständig kleinere Mengen an Insulin frei – in der Fachsprache Basalbedarf genannt.

Einige Behandlungsmethoden bei Diabetes versuchen diese natürliche Insulinausschüttung nachzuahmen. Der Vorteil dieser Verfahren ist, dass der Stoffwechsel auf diese Weise mehr dem eines gesunden Menschen entspricht und Stoffwechselentgleisungen sich leichter vermeiden lassen.

Bei der intensivierten Insulintherapie etwa spritzen Patienten neben einem kurz wirkendem Mahlzeiteninsulin noch ein- bis zweimal täglich ein lang wirksames Insulin, das den Basalbedarf abdeckt.

Auch eine Insulinpumpe, die Patienten direkt am Körper tragen, gibt laufend geringe Mengen Insulin ab, um so die natürliche Insulinproduktion des Körpers abzudecken. Per Knopfdruck lässt sich zudem etwa zum Essen eine Extra-Dosis schnell wirkendes Insulin abgeben.