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Insulininjektion

Menschen mit Diabetes, die auf Insulin angewiesen sind, spritzen es häufig mit Hilfe eines Pens. Bei der Injektion kommt es auf einige Faktoren an, um Fehler zu vermeiden

aktualisiert am 31.05.2021

Insulin entfaltet nur dann zuverlässig seine gewünschte Wirkung, wenn es ins Unterhautfettgewebe gespritzt wird. Eine zu tiefe Injektion in den Muskel kann die Insulinwirkung erheblich beschleunigen, eine zu flache in die Oberhaut die Verteilung des Insulins verzögern. Für eine korrekte Injektion sind die Injektionsareale an Bauch, Oberschenkel und Gesäß am besten geeignet. Welche Körperstelle im individuellen Fall infrage kommt, sollte mit dem Arzt oder der Ärztin abgesprochen werden.

Für die richtige Tiefe ist entscheidend, dass die Länge der Kanüle zur Dicke des Unterhautfettgewebes passt. Es gibt verschiedene Nadellängen. Welche Länge im Einzelfall ideal ist, ebenfalls mit dem Arzt oder der Ärztin besprechen.

Je nach Dicke des Unterhautfettgewebes und der Kanülenlänge kann es nötig sein, vor dem Spritzen mit zwei Fingern einer Hand eine Hautfalte zu bilden. Auch das klären Menschen mit Diabetes mit ihrem Arzt ab.

Einstichstelle jedes Mal wechseln. Wird Insulin mehrmals an eine bestimmte Stelle gespritzt, können dort Gewebsverhärtungen auftreten, wodurch das Insulin schlechter wirkt.

Kanülen nicht mehrfach verwenden. Schon nach einer einmaligen Benutzung ist die Oberfläche abgestumpft, was die Haut schädigen kann. Eine Hautdesinfektion vor der Injektion ist in der Regel nicht erforderlich.