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Insulininjektion

Menschen mit Diabetes, die auf Insulin angewiesen sind, müssen es in der Regel mit Hilfe eines Pens spritzen. Bei der Injektion kommt es auf einige Faktoren an, um Fehler zu vermeiden

28.01.2016
Insulindosis einstellen

Bei der Insulininjektion ist die richtige Technik entscheidend


Insulin entfaltet nur dann zuverlässig seine gewünschte Wirkung, wenn Patienten es ins Unterhautfettgewebe spritzen. Eine zu tiefe Injektion in den Muskel kann die Insulinwirkung erheblich beschleunigen, eine zu flache in die Oberhaut die Verteilung des Insulins verzögern. Für eine korrekte Injektion sind die Injektionsareale an Bauch, Oberschenkel und Gesäß am besten geeignet.

Für die richtige Tiefe ist entscheidend, dass die Länge der Kanüle zur Dicke des Unterhautfettgewebes passt. Eine Nadellänge von 4,5 bis sechs Millimetern eignet sich am besten für Kinder und schlanke Erwachsene. Standardlänge für Erwachsene sind acht Millimeter. Übergewichtige mit ausgeprägtem Unterhautfettgewebe sollten eine Kanülenlänge von zehn Millimeter oder mehr benutzen. Diabetespatienten sprechen immer mit dem Arzt ab, welche Länge in ihrem Fall ideal ist.

Je nach Dicke des Unterhautfettgewebes und der Kanülenlänge kann es nötig sein, vor dem Spritzen mit zwei Fingern einer Hand eine Hautfalte zu bilden. Auch das klären Menschen mit Diabetes mit ihrem Arzt ab. Ebenso, ob sie die Nadel senkrecht oder schräg einstechen sollen.

Einstichstelle jedes Mal wechseln. Wird Insulin mehrmals an eine bestimmte Stelle gespritzt, können dort Gewebsverhärtungen auftreten, wodurch das Insulin schlechter wirkt.

Kanülen nicht mehrfach verwenden. Schon nach einer einmaligen Benutzung ist die Oberfläche abgestumpft, was die Haut schädigen kann. Eine Hautdesinfektion vor der Injektion ist in der Regel nicht erforderlich.