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Konventionelle Insulintherapie (CT)

Eine Behandlungsstrategie zur Einstellung der Blutzuckerwerte bei Diabetes. Wegen ihrer Nachteile spielt sie in der Insulintherapie aber nur eine untergeordnete Rolle

19.02.2016
Insulinpen

Zweimal täglich spritzen Diabetespatienten bei der konventionellen Therapie Insulin


Bei der konventionellen Insulintherapie spritzt der Patient in der Regel ein- bis dreimal pro Tag eine Kombination aus einem schnell wirkenden Insulin sowie einem lang wirkenden Insulin. Meist erfolgt die Injektion zum Frühstück und zum Abendessen.

Die Insulinmenge erhält der Betroffene meist vom Arzt vorgeschrieben. Um Über- oder Unterzuckerungen vermeiden, muss er sich deshalb an einen Essensplan mit einer festgelegten Menge an Kohlenhydraten halten. Das macht die konventionelle Therapie zu einem wenig flexiblen Behandlungsschema im Vergleich zur intensivierten Insulintherapie, bei der Betroffene ihren Insulinbedarf selbstständig auf ihre Mahlzeiten abstimmen können. Sie eignet sich daher nur für Patienten mit einem festen Tagesablauf.

Konventionelle Insulintherapie (CT)

Ein Vorteil der konventionellen Strategie ist dagegen, dass sie vom Patienten wenig Eigenverantwortlichkeit verlangt. Auch können weniger Blutzuckermessungen als bei der intensivierten Insulinbehandlung nötig sein.

Wegen der Nachteile kommt die konventionelle Insulintherapie bei Menschen mit Typ-1-Diabetes heute selten zum Einsatz. Eher verschreiben Ärzte sie bei Typ-2-Diabetes, wenn Medikamente allein beim Patienten nicht ausreichen, um die Blutzuckerwerte zu bessern.