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Lang wirkendes Insulin

In der Insulintherapie bei Diabetes kommen häufig lang wirkende Insuline zum Einsatz. Sie dienen dazu, den Grundbedarf des Körpers abzudecken

aktualisiert am 30.01.2017
Schlauer Spritzen

Im Rahmen ihrer Therapie spritzen viele Diabetespatienten lang wirkende Insuline


Lang wirkende Insuline erfüllen in der Diabetestherapie den Zweck, den Insulinbedarf des Körpers zwischen den Mahlzeiten abzudecken. Dieser heißt auch Basalbedarf. Je nach Präparat haben lang wirkende Insuline eine Wirkdauer von rund 16 bis 24 Stunden. Es reicht deswegen, wenn Patienten sie ein- bis zweimal täglich spritzen, in der Regel morgens oder abends. Zu den Mahlzeiten müssen Patienten zusätzlich in der Regel kurz wirkende Insuline spritzen.

Moderne Insuline werden künstlich im Labor hergestellt (Analoginsuline). Durch Veränderungen des Insulinmoleküls lässt sich die Wirkdauer beeinflussen. Es gibt sogar ein extrem lang wirkendes Insulin auf dem deutschen Markt, das bis zu 48 Stunden wirkt. Die genaue Wirkdauer ist bei allen Insulinpräparaten aber von Patient zu Patient unterschiedlich.

Schnelle Insuline wirken rund sechs bis acht Stunden. Daneben gibt es noch die Verzögerungsinsuline (NPH-Insuline). Ihre Wirkdauer beträgt normalerweise acht bis zwölf Stunden. Sogenannte Mischinsuline enthalten kurz und lang wirkendes Insulin in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen.

In verschiedenen Behandlungs-Schemata kommen lang wirkende Insuline zum Einsatz. Im Rahmen der intensivierten Insulintherapie (ICT) spritzen Diabetiker ein bis zweimal täglich ein lang wirkendes Insulin sowie zu den Mahlzeiten ein kurz wirkendes Insulin. Die ICT ist die Standard-Insulintherapie bei Typ-1-Diabetes.

Bei der basal unterstützten oralen Therapie (BOT) können Patienten mit Typ-2-Diabetes ergänzend zu ihren blutzuckersenkenden Tabletten zur Nacht ein lang wirkendes Insulin spritzen. Dieses Therapieschema bietet sich zum Beispiel an, wenn die Nüchtern-Blutzuckerwerte am Morgen regelmäßig zu hoch sind.