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Langerhans-Inseln (Inselzellen)

Langerhans-Inseln heißen bestimmte Bereiche der Bauchspeicheldrüse, die für den Zuckerstoffwechsel wichtig sind. Sie stellen die Hormone Insulin und Glukagon her

aktualisiert am 01.03.2016
Bauchspeicheldrüse (Schematische Darstellung)

Die Langerhans-Inseln sitzen in der Bauchspeicheldrüse (im Bild gelb markiert)


In der Bauchspeicheldrüse befinden sich inselförmig angeordnete Zellverbände, die Langerhans-Inseln. Sie sind nach ihrem Entdecker benannt, dem deutschen Mediziner Paul Langerhans. Die Langerhans-Inseln bestehen aus zahlreichen Zellen, den sogenannten Inselzellen, die verschiedene Hormone produzieren.

Innerhalb der Langerhans-Inseln lassen sich mehrere Zelltypen unterscheiden. Die Beta-Zellen stellen das Hormon Insulin her. Dieses sorgt dafür, dass Glukose-Moleküle aus den Blutgefäßen in die Körperzellen gelangen, wo sie der Energiegewinnung dienen. Insulin hat also eine Blutzucker senkende Wirkung.

Der Gegenspieler zu Insulin ist Glukagon. Es wird in den Alpha-Zellen der Langerhans-Inseln produziert. Glukagon regt die Leber dazu an, Zuckerreserven ins Blut abzugeben. Dadurch steigt der Glukosespiegel an. Außerdem fördert Glukagon die Zuckerneubildung in der Leber (Glukoneogenese).

Daneben gibt es in den Langerhans-Inseln noch Zellen, die das Hormon Ghrelin bilden. Dieses ist für Hungergefühle verantwortlich.