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NPH-Insulin

Durch den Zusatz von Protamin wirken diese Insuline länger als gewöhnliche Präparate. Sie bilden einen Mittelweg zwischen schnell und langsam wirkendem Insulin

aktualisiert am 21.12.2017
Insulin spritzen

NPH-Insulin: Wirkung hält bis zu zwölf Stunden an


Bei der Behandlung eines Diabetes mit Insulin lassen sich vereinfacht zwei grundsätzliche Arten von Insulinen unterscheiden: Kurz wirksame, die den akuten Insulinbedarf nach Mahlzeiten abdecken sollen. Und länger wirksame Insuline, die die Grundversorgung des Körpers mit Insulin sicherstellen sollen. NPH-Insuline zählen zu Letzteren. Sie werden auch Verzögerungsinsulin oder intermediär wirkendes Insulin genannt.

NPH-Insuline wirken erst nach einigen Stunden

NPH-Insuline sind Humaninsuline, denen der Stoff Protamin zugesetzt wurde. Durch diesen entfalten sie erst verzögert ihre Wirkung, die acht bis zwölf Stunden anhalten kann. Damit wirken sie länger als Normalinsulin, aber kürzer als Langzeit-Analoginsuline, die auf eine Wirkdauer von 24 Stunden oder mehr kommen. NPH-Insuline haben ein ausgeprägteres Wirkmaximum als die Analog-Langzeitinsuline. Das Risiko für Unterzuckerungen kann bei ihnen daher erhöht sein.

NPH-Insuline: Benannt nach dem Erfinder

Die Abkürzung NPH steht für Neutrales Protamin Hagedorn.

  • Neutral bezeichnet hierbei den Säuregrad.
  • Protamin ist die Verzögerungssubstanz, ein Eiweiß.
  • Hagedorn ist der Name des dänischen Forschers, der das NPH-Insulin 1936 eingeführt hat.