Patch-Pumpe

Einmal-Pumpe zur Insulintherapie bei Diabetes. Patch-Pumpen haben vor allem beim Sport Vorteile. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten aber nicht bei jedem Patienten

aktualisiert am 06.11.2015
Insulinpumpe

Die auf die Haut geklebte Patch-Pumpe wird per Fernbedienung gesteuert


Die Patch-Pumpe (Patch: engl.= Pflaster) ist eine Einmal-Insulinpumpe in der Diabetestherapie. Sie ist etwa so groß wie ein flaches halbes Ei.

Steuerung per Fernbedienung

Die Pumpe lässt sich mit der für maximal drei Tage jeweils benötigten Insulinmenge befüllen. Der Patient klebt sich das Gerät auf die Haut. Ein Schlauch ist im Gegensatz zu gewöhnlichen Insulinpumpen nicht erforderlich.

Mittels Fernbedienung lässt sich die Kanüle unter die Haut setzen. Die Insulinabgabe steuert der Pumpenträger ebenfalls mit der Fernbedienung. Nach spätestens drei Tagen wird die Pumpe abgenommen und an einer anderen Stelle eine neue gesetzt.

Patch-Pumpen zum Recyclen an den Hersteller

Von Vorteil kann die Patch-Pumpe zum Beispiel für Diabetespatienten sein, die viel Sport treiben oder körperlich arbeiten. Die Patch-Pumpe ist wasserfest und muss beim Schwimmen nicht abgelegt werden. Die Pumpen am besten sammeln und alle drei Monate zum Recyceln an den Hersteller schicken.

Eine Patch-Pumpe für drei Tage kostet rund 30 Euro, die Fernbedienung etwa 500 Euro. Wie bei der herkömmlichen Pumpe zahlt die Krankenkasse nur, wenn man belegen kann, dass sich die Diabetes-Einstellung dadurch bessert.

Insulinpumpe

So sieht es im Inneren einer Patch-Pumpe aus:

1. Batterien

2. Über eine Öffnung am Boden der Pumpe wird das Insulin eingefüllt.

3. Insulinreservoir

4. Pumpmechanismus

5. Die Teflonkanüle bleibt im Unterhautfettgewebe liegen.

6. Die Führungsnadel schiebt die Kanüle auf Knopfdruck unter die Haut und zieht sich wieder zurück.