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Supplementäre Insulintherapie (SIT)

Die supplementäre Insulintherapie (SIT) ist eine mögliche Behandlungsform bei Typ-2-Diabetikern, die nach dem Essen deutlich erhöhte Blutzuckerwerte haben

15.07.2014
Supplementäre Insulintherapie (SIT)

Bei der SIT gleicht kurz wirkendes Insulin Blutzuckeranstiege nach Mahlzeiten aus


Für Typ-2-Diabetiker, die nach dem Essen erhöhte Blutzuckerwerte haben, weil sie nicht mehr genügend körpereigenes Insulin produzieren, bietet sich die supplementäre Insulintherapie (SIT) an.

SIT: Insulin zu den Mahlzeiten

Bei der SIT behandelt der Patient seinen Diabetes mit blutzuckersenkenden Tabletten. Als Ergänzung spritzt er zu den Hauptmahlzeiten ein kurz wirkendes Insulin, das Blutzuckeranstiege nach dem Essen verhindert.

Mit dem Prinzip, Tabletten und gespritztes Insulin zu kombinieren, ist die SIT das Gegenstück zur Basal unterstützten oralen Therapie (BOT), bei der ebenfalls Tabletten eingenommen werden und zusätzlich ein einmal täglich gespritztes lang wirkendes Insulin den Grundbedarf des Körpers abdeckt. Voraussetzung für beide Behandlungsformen ist, dass die Bauchspeicheldrüse des Diabetikers selbst noch eine gewisse Insulinmenge freisetzt.

Vorteile und Nachteile der supplementären Insulintherapie

Da mehrmals täglich Insulin gespritzt werden muss, ist die SIT etwas aufwändiger als die BOT. Ihre Vorteile: Die Patienten müssen keine festen Essenszeiten einhalten, weil der Basalbedarf an Insulin noch durch das körpereigene Hormon aus der Bauchspeicheldrüse gedeckt wird. Erhöhte Blutzuckerwerte können sie bei Bedarf mit dem kurz wirksamen Insulin korrigieren. Ein Nachteil ist, dass regelmäßig vor den Mahlzeiten der Blutzucker gemessen werden muss.