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Verzögerungsinsulin

Bei bestimmten Insulinen tritt die Wirkung langsamer ein und hält länger an. Diese Verzögerungsinsuline kommen bei verschiedenen Formen der Diabetestherapie zum Einsatz

aktualisiert am 22.05.2018
Vollmond über Leuchtturm

Verzögerungsinsuline decken etwa nachts den Insulin-Grundbedarf des Körpers ab


Insulinen lässt sich bei der Herstellung eine Verzögerungssubstanz beimischen. Das Insulin wird dadurch langsamer aus dem Unterhautfettgewebe in die Blutbahn abgegeben. Diese Art von Insulin kommt bei verschiedenen Formen der Diabetesbehandlung zum Einsatz.

Durch Zusatz von Protamin lassen sich Insuline mit mittlerer Wirkungsdauer herstellen (NPH-Insuline). Sie wirken erst nach etwa zwei bis vier Stunden und erreichen nach zirka vier bis acht Stunden ihre höchste Wirkung. Im Gegensatz dazu gehen lang wirkende Insulinanaloga schneller ins Blut über, dafür werden sie insgesamt gleichmäßiger freigesetzt und haben eine längere Wirkdauer.

Verzögerungsinsuline bei verschiedenen Therapieformen eingesetzt

Verzögerungsinsuline kommen bei der konventionellen Insulintherapie (CT) und bei der intensivierten Insulintherapie (ICT) zum Einsatz, außerdem bei der Kombinationstherapie von Insulinen mit oralen Antidiabetika (BOT).

Bei den NPH-Insulinen setzt sich das an die Verzögerungssubstanz gebundene Insulin als milchig-trüber Satz am Boden der Ampulle ab. Die Lösung muss vor der Injektion durch Schwenken (nicht durch Schütteln!) gut durchmischt werden. Bei den langwirkenden Insulinanaloga, die als klare Lösung vorliegen, ist ein Mischen nicht notwendig.


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