Laborwerte: Bilirubin

Ein erhöhter Bilirubinwert kann auf verschiedene Krankheiten – zum Beispiel auf einen Leberschaden – hinweisen

aktualisiert am 04.04.2017
Blutproben


Was ist Bilirubin?

Bilirubin entsteht beim Abbau der roten Blutkörperchen, die eine Lebensdauer von etwa 120 Tagen haben, aus dem roten Blutfarbstoff. In der Leber wird Bilirubin wasserlöslich gemacht und als "direktes" Bilirubin mit der Gallenflüssigkeit in den Darm ausgeschieden.

Wann steigt der Wert?

Ein Anstieg von Bilirubin kann verschiedene Gründe haben – zum Beispiel einen vermehrten Abbau roter Blutkörperchen, Leberkrankheiten oder auch Gallensteine, die den Gallenabfluss behindern. Steigt der Bilirubinwert im Blut stark an, verfärben sich Haut und Augen gelb (Gelbsucht oder "Ikterus").

Welcher Wert ist normal?

Der Gesamt-Bilirubin-Wert im Blutserum liegt meist im Bereich bis 1,2 mg/dl.

Daneben können weitere Bilirubinformen (vor allem das "direkte" Bilirubin) bestimmt werden. Das hilft dem Arzt bei der Unterscheidung der zugrunde liegenden Störung.

Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Außerdem gibt es unter Umständen tageszeitliche und jahreszeitliche Schwankungen ohne Krankheitswert. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten zu erklären. Einzelne Laborwerte alleine sind zudem meistens nicht aussagekräftig. Oft müssen sie im Zusammenhang mit anderen Werten und im zeitlichen Verlauf beurteilt werden.


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