Laborwerte: Harnstoff

Harnstoff entsteht beim Eiweißstoffwechsel und wird über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Bei einer stark eingeschränkten Nierenfunktion sind die Werte im Blut erhöht

aktualisiert am 04.04.2017


Was ist Harnstoff?

Harnstoff ist das Endprodukt des Eiweißstoffwechsels. Der Körper scheidet den Harnstoff über die Nieren mit dem Urin aus.

Wann wird der Wert gemessen?

Die Konzentration des Harnstoffs im Serum gibt dem Arzt Auskunft über die Nierenfunktion und den Eiweißstoffwechsel. Der Harnstoff-Wert dient vor allem zur Diagnose und Verlaufskontrolle einer stark eingeschränkten Nierenfunktion.

Um die Nierenfunktion zum Beispiel bei Diabetes routinemäßig zu prüfen, eignet sich Kreatinin besser. Denn erhöhte Harnstoff-Konzentrationen sind erst messbar, wenn die Funktion der Nieren schon stark beeinträchtigt ist. Der Harnstoffspiegel im Blut wird außerdem von verschiedenen Faktoren beeinflusst – zum Beispiel von der Eiweißaufnahme mit der Nahrung und dem Eiweißabbau.

Welcher Wert ist normal?

Die Normalwerte im Serum liegen zwischen 17 und 43 mg/dl (2,8 – 7,1 mmol/l).

Bei ausgeprägten Nierenschäden, aber auch bei sehr eiweißreicher Ernährung und bei Austrocknung (Dehydration) sind die Werte erhöht. Zu niedrige Werte können zum Beispiel auf Lebererkrankungen oder Mangelernährung hinweisen.

Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Außerdem gibt es unter Umständen tageszeitliche und jahreszeitliche Schwankungen ohne Krankheitswert. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten zu erklären. Einzelne Laborwerte alleine sind zudem meistens nicht aussagekräftig. Oft müssen sie im Zusammenhang mit anderen Werten und im zeitlichen Verlauf beurteilt werden.


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