Laborwerte: Leukozyten

Leukozyten (Weiße Blutkörperchen) sind vor allem an der Abwehr von Krankheitserregern beteiligt. Der Arzt bestimmt sie zum Beispiel, wenn er den Verdacht auf eine Infektionskrankheit hat
aktualisiert am 05.04.2017

W&B/Thomas Rathay

Was sind Leukozyten?

Weiße Blutkörperchen oder Leukozyten (griechisch: "weiße Zellen" – so heißen sie, weil sie unter dem Mikroskop weiß erscheinen) spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien oder Viren, aber auch von Fremdkörpern oder von körpereigenem Gewebe, das beseitigt werden muss. Es gibt verschiedene Arten von Leukozyten, mit unterschiedlichen Aufgaben (zum Beispiel Granulozyten, Lymphozyten).

Wann werden sie bestimmt?

Die Leukozytenzahl im Blut bestimmt der Arzt beispielsweise beim Verdacht auf eine Infektionskrankheit. Bakterielle Infektionen sind eine der häufigsten Ursachen für einen Anstieg der Leukozyten ("Leukozytose"). Bestimmte Viruserkrankungen wie Masern oder Grippe können auch zu einem Abfall der Leukozyten führen ("Leukopenie"). Daneben gibt es viele weitere Gründe für Veränderungen der Leukozytenzahl im Blut.

Wie hoch sind die Normalwerte?

Im Blut Erwachsener finden sich normalerweise zwischen 4.000 und 10.000 Leukozyten pro Mikroliter. Bei Kindern werden oft deutlich höhere Werte gemessen (bei Neugeborenen bis zu 30.000, bei Schulkindern bis zu 13.500 Leukozyten pro Mikroliter).

Infektionen können die Leukozytenzahl bis auf 30.000 und höher steigen lassen. Noch höhere Werte werden zum Beispiel bei Knochenmarkserkrankungen wie Leukämie gemessen.

Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Außerdem gibt es unter Umständen tageszeitliche und jahreszeitliche Schwankungen ohne Krankheitswert. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten zu erklären. Einzelne Laborwerte alleine sind zudem meistens nicht aussagekräftig. Oft müssen sie im Zusammenhang mit anderen Werten und im zeitlichen Verlauf beurteilt werden.


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