Laborwerte: TSH

TSH stimuliert die Schilddrüse, ihre Hormone ins Blut abzugeben. Ein erhöhter TSH-Wert weist auf eine Unterfunktion, ein erniedrigter TSH-Wert auf eine Überfunktion der Schilddrüse hin

aktualisiert am 04.04.2017
Blutproben


Was bedeutet TSH?

TSH steht für "Thyreoidea (lateinisch: Schilddrüse) stimulierendes Hormon". TSH ist ein Steuerhormon, das die Schilddrüse anregt, die Hormone T3 und T4 (die "Schilddrüsenhormone") ins Blut abzugeben. Diese Hormone sind an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Sinken die Spiegel der Schilddrüsenhormone, wird in der Hirnanhangsdrüse TSH freigesetzt. Bei zu hohen Werten wird die TSH-Produktion gedrosselt.

Wann wird TSH gemessen?

Den TSH-Wert misst der Arzt, wenn der Verdacht auf eine Überfunktion oder Unterfunktion der Schilddrüse besteht. Oft lässt sich eine beginnende Unterfunktion an einem TSH-Anstieg erkennen, bevor die Schilddrüsenhormone im Blut sinken. Ein normaler Wert schließt eine Funktionsstörung der Schilddrüse praktisch aus.

Wie hoch ist der Normalwert?

Der TSH-Normalbereich liegt bei Gesunden gewöhnlich zwischen 0,4 und 2,5 mU/l. Niedrigere beziehungsweise höhere Werte sind ein Hinweis auf einen Überschuss beziehungsweise einen Mangel an Schilddrüsenhormonen im Blut. In diesen Fällen sind weitere Untersuchungen nötig (zum Beispiel Ultraschall, Szintigrafie), um die Ursache zu klären und eine entsprechende Behandlung einzuleiten.

Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Außerdem gibt es unter Umständen tageszeitliche und jahreszeitliche Schwankungen ohne Krankheitswert. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten zu erklären. Einzelne Laborwerte alleine sind zudem meistens nicht aussagekräftig. Oft müssen sie im Zusammenhang mit anderen Werten und im zeitlichen Verlauf beurteilt werden.


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