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Glück auf Rezept:
Ich war richtig glücklich, als ...

... ich aus sechs Wochen Koma nach einer Operation erwacht bin. In der Zwischenzeit war mein zweiter Urenkel geboren worden. Ich durfte ihn sehen und streicheln und war unbeschreiblich glücklich, meint Anne H. aus Gelsenkirchen

von Dr. Eckart von Hirschhausen, 08.11.2016
Dr. med. Eckart von Hirschhausen

Dr. med. Eckart von Hirschhausen


Dr. med. Eckart von Hirschhausen, Arzt und Kabarettist, analysiert für Leser des Diabetes Ratgeber individuelle Glücksmomente und stellt für jeden das passende Glücksrezept aus:

Liebe Anne,

als Sie aus dem Koma aufwachten, fragten Sie sich, ob sich die Quälerei lohne – und dann bringt die Begegnung mit der übernächsten Generation Sie in eine andere Dimension. Das rührt mich am meisten an Ihrem Brief.

Dass Kinder glücklich machen, ist eine mächtige Idee. Würden nicht weite Teile der Menschheit so denken, wären wir ausgestorben. Würde nicht ein Großteil der Menschen glauben, dass Geld glücklich macht, sähe die Welt auch anders aus. Kurioserweise sinkt mit steigendem Einkommen die Kinderzahl. Wenn heute eine ganze Generation keine Kinder mehr will, dann setzt sie eigentlich nur um, was ihre Eltern ihnen immer gesagt haben: "Ihr sollt es einmal besser haben als wir." Eine ganze Generation hat in der Bravo alles über Verhütung gelernt und wendet es an! Das hatte sich die Evolution bestimmt anders vorgestellt.

Der deutsche Philosoph Atze Schröder bringt es auf den Punkt: "Ich kann einen noch so geilen Porsche haben, er wird nie an einem Sonntagmorgen  an meinem Bett stehen und sagen: Papa, ich liebe dich." Da schmilzt einem doch das Herz, sogar um 7.30 Uhr.

Für dieses vielleicht unterbewertete Glücksgefühl gibt es ein jiddisches Wort: "Nachas". Es bedeutet: Stolz auf den eigenen Nachwuchs und das Gefühl, dass Kinder ein Segen sind, für uns und für die Welt, und dass das, was man selber vielleicht nicht geschafft hat, als Aufgabe weitergegeben werden kann, und dass auf diese Weise ein Teil von einem in den Kindern weiterlebt.

Diese Freude ist kaum nachzuempfinden oder zu beschreiben. Ich versuche es trotzdem mit folgendem Dialog, den ich aufgeschnappt habe. Eine Mutter wird gefragt: "Wie alt sind denn Ihre Kinder?" "Der Arzt wird jetzt drei, und der Jurist geht schon in die erste Klasse."


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