Laktose im Medikament? Das hilft bei Unverträglichkeit

Laktose ist ein oft verwendeter Füllstoff für Medikamente. Wie Sie Beschwerden vermeiden, wenn Sie den Milchzucker nicht vertragen, weiß Apothekerin Bettina Gallenmüller

von Dr. Sabine Haaß, 26.09.2018
Bettina Gallenmüller

Bettina Gallenmüller ist Apothekerin in Pleinfeld


Damit der Wirkstoff eines Medikamentes im Körper aktiv werden und etwa Beschwerden lindern kann, wird er mit verschiedenen Hilfsstoffen kombiniert. Diese steuern zum Beispiel, wo und wie schnell sich eine Tablette oder ein Dragee auflöst, oder sorgen als Füllmittel dafür, dass aus einer sehr kleinen Dosis Wirkstoff eine Tablette entsteht, die groß genug ist, um sie gut handhaben und einnehmen zu können.

Laktose (Milchzucker) wird sehr häufig als Füllstoff für Medikamente verwendet. Bei Menschen, die Laktose nicht vertragen, können Milchprodukte Durchfall und Bauchschmerzen verursachen. Zwar steckt in Medikamenten wesentlich weniger Laktose als in Milch oder Joghurt. Trotzdem reagieren manche Betroffene empfindlich darauf.

Ob ein Arzneimittel Laktose enthält, lesen Sie im Beipackzettel. Für viele Präparate kann Ihnen Ihre Apotheke laktosefreie Alternativen anbieten. Falls nicht, helfen Tabletten oder Kapseln mit dem Enzym Laktase, den Milchzucker besser zu verdauen. Am besten weisen Sie den Arzt, schon bevor er Ihnen ein Rezept ausstellt, auf Ihre Laktose-Unverträglichkeit hin oder geben spätestens in der Apotheke Bescheid. Dann erhalten Sie von vornherein ein laktosefreies Präparat.


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