{{suggest}}


Medikamente gegen Typ-2-Diabetes

Beim Thema Blutzuckersenker setzen Ärzte auf eine ganz individuelle Strategie, denn jeder Patient ist anders. Doch welche Mittel gibt es überhaupt? Und was können sie?

von Alexandra von Knobloch, aktualisiert am 01.09.2021
Medikamente bei Typ-2-Diabetes

Typ-2-Diabetes lässt sich oft mit Tabletten behandeln. Die Auswahl an Wirkstoffen ist groß


Die einen sind schon mehr als ein halbes Jahrhundert alt und machen immer noch brav ihren Job. Die anderen sind Neulinge mit viel Potenzial. Antidiabetika wirken an unterschiedlichen Stellen, manche mit Doppeleffekt: Sie senken den Zucker und schützen Nieren oder Herz. Das ist auch der Grund, warum nicht jeder Typ-2-Dia­betiker dieselbe Arznei verordnet bekommt. "Klassische" Wirkstoffe erhöhen die Empfindlichkeit für das blutzuckersenkende Hormon Insulin (Metformin, Glitazone) oder steigern seine Freisetzung (Sulfonylharnstoffe, Glinide). Moderne Medikamente greifen über den Darm in den Stoffwechsel ein  (DPP-4-Hemmer, GLP-1-Analoga) oder erhöhen die Zuckerausscheidung über die Nieren (SGLT-2-Hemmer).  
In den folgenden Steckbriefen lesen Sie, welche Antidiabetika wie wirken und welche zu Ihrem Diabetes passen. Außerdem: praktische Tipps zur Einnahme.

Bei der Stange bleiben, die Therapie konsequent mitmachen: Für Menschen mit Typ-2-Diabetes ist das sehr wichtig. Hier kann ein kleiner Motivationsschub helfen: Wer etwa erlebt, dass sich durch Abnehmen die Blutzuckerwerte verbessern oder dass Tabletten den Blutdruck senken, dem fällt es leichter, gesünder zu leben und regelmäßig seine Medizin zu nehmen.

Vorteile für Herz und Nieren

Diabetesmedikamente, oft in Kombination, zeigen häufig solche raschen Erfolge. „Dabei behandeln wir längst nicht mehr nur den Blutzucker“, sagt Antje Weichard, leitende Fachärztin am Diabeteszentrum Magdeburg. Moderne Zuckersenker haben weitere positive Effekte, zum Beispiel auf Gewicht oder Blutdruck. Oder sie bieten Vorteile etwa bei Herz- und Nierenproblemen. Die Therapie richtet sich nach dem persönlichen Risikoprofil. Daher sieht sie auch nicht bei jedem Typ-2-Diabetiker gleich aus.

Wirkung zeigt sich schnell

„Zu Beginn einer Behandlung ist Geduld gefragt“, sagt Weichard, die auch Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes Niedergelassener Diabetologen ist. Medikamente sind oft gewöhnungsbedürftig: weil man zunächst Nebenwirkungen spürt oder weil man sie spritzen muss. Da ist es gut, dass Patienten häufig sofort Erfolge sehen — vor allem bei den Zuckerwerten. Und wenn man weiß, dass ein Medikament auch beim Abnehmen helfen kann, nimmt man eine anfängliche Übelkeit eher in Kauf. „Der behandelnde Arzt klärt über die Effekte der gewählten Mittel auf. Das hilft dabei, sich auf die Therapie einzulassen“, erklärt Weichard.

Grundlage für eine erfolgreiche Diabetestherapie sind gesunde Ernährung, der Abbau von Übergewicht und regelmäßige Bewegung. „So kann man oft lange ohne Medikamente auskommen“, sagt die Expertin. Lassen sich die Werte aber durch Veränderungen des Lebensstils nicht ausreichend senken, sind Medikamente unumgänglich.

Nützliches Wissen

„Menschen mit Diabetes sollten über ihre Krankheit und ihre Medikamente gut Bescheid wissen“, sagt Dr. Christian Römmen, Apotheker in Monheim. „Dann kommen sie in vielen Situationen besser zurecht.“ Gerade zu Anfang der Therapie sind viele unsicher. „Zögern Sie nicht nachzufragen“, rät Römmen.

In den folgenden Steckbriefen erfahren Sie, wie die wichtigsten Diabetesmedikamente wirken und optimal eingesetzt werden.

Unsere Experten:

Antje Weichard, leitende Fachärztin am Diabeteszentrum Magdeburg und Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes Niedergelassener Diabetologen e.V.

Dr. Christian Römmen, Apotheker in Monheim


Nachrichten zum Thema Diabetes

Handy

Aktuelle Nachrichten zum Thema Diabetes

Seite nicht gefunden

Die Seite, die Sie aufgerufen haben, existiert nicht mehr oder ist kurzzeitig nicht verfügbar.