Diabetischer Nierenschaden: Ursachen

Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte schädigen die kleinen Blutgefäße. Das setzt besonders den Nieren zu, da diese stark durchblutet sind

aktualisiert am 26.09.2016
Frau hat Nierenschmerzen

Gefährdetes Organ: Diabetes schadet den kleinen Blutgefäßen in den Nieren


Viele Diabetespatienten leben über lange Zeit mit einem zu hohen Blutzuckerspiegel. Dieser schädigt besonders die kleinen Blutgefäße im Körper, nicht nur an den Nieren, sondern auch an den Augen, Nerven, im Gehirn und im Herzmuskel. Mediziner bezeichnen dies als Mikroangiopathie.

Die feinen Blutgefäße nehmen auf unterschiedliche Weise Schaden. Sie können sich durch Verdickungen der Gefäßinnenwände verengen, was die Durchblutung verschlechtert. Gleichzeitig werden die Gefäßwände brüchig und durchlässig für verschiedene Stoffe.

Erhöhter Blutzucker beeinträchtigt Filterfunktion der Niere

Besonders anfällig für die zerstörerischen Auswirkungen hoher Zuckerwerte sind die Nieren. Sie sind besonders stark durchblutet. In ihrer Rinde befinden sich rund eine Million kleinste Knäuel aus Blutgefäßen, die Glomeruli. Zusammen mit einer umgebenden Kapsel bilden sie die Nierenkörperchen. In diesen findet der Filtervorgang aus dem Blut statt.

Sind die Gefäße in den Nierenkörperchen geschädigt, können sie ihre Filterfunktion nicht mehr zuverlässig erfüllen. Einige Stoffe reichern sich dann im Blut an, während bestimmte Eiweiße hingegen vermehrt über den Urin ausgeschieden werden.

Ein weiterer Faktor, wie Diabetes die Nierenleistung beeinträchtigt: Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte schädigen zudem die großen Arterien, welche die Nieren mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen (Makroangiopathie).


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