Dialyse

Verfahren, um das Blut bei Nierenerkrankungen von Giftstoffen zu reinigen. Es gibt zwei verschiedene Methoden
21.04.2016

Bei der Dialyse wird das Blut von giftigen Stoffwechselprodukten gereinigt

W&B/Aleksander Perkovic

Gesunde Nieren reinigen das Blut von schädlichen und überflüssigen Stoffen, die anschließend über den Urin ausgeschieden werden. Können sie diese Aufgabe nicht mehr ausreichend erfüllen, benötigen Betroffene eine Dialyse. Grund dafür ist häufig ein diabetischer Nierenschaden. Das Wort "Dialyse" kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie "Trennung".

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Dialysen: die Hämodialyse, auch Blutwäsche genannt, und die Peritonealdialyse.

Bei der Hämodialyse wird mithilfe eines speziellen Geräts, einer Art künstlichen Niere, das Blut des Betroffenen über Schläuche durch ein Filtersystem geleitet und so von giftigen Stoffwechselabbauprodukten gereinigt. Für eine solche Blutwäsche muss sich der Patient in der Regel dreimal wöchentlich in eine Klinik oder ein spezielles Dialysezentrum begeben; die Behandlung dort dauert jeweils mehrere Stunden.

Bei der Peritonealdialyse wird das Bauchfell als Membran genutzt. Dazu wird eine spezielle Spülflüssigkeit über einen Katheter in den Bauchraum gefüllt. Da in dieser Flüssigkeit die Stoffe, die der Körper ausscheiden soll, nicht oder in einer geringeren Konzentration als im Blut vorhanden sind, werden diese über das Bauchfell in die Dialyselösung gezogen. Anschließend wird die Spülflüssigkeit abgelassen und durch eine neue ersetzt. Dieser Prozess ist mehrmals täglich notwendig.

Patienten können eine Peritonealdialyse nach einer entsprechenden Schulung selbstständig zu Hause durchführen. Die Hämodialyse erfolgt dagegen im Krankenhaus.


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