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Kreatinin-Clearance

Die Bestimmung der Kreatinin-Clearance gibt Aufschluss über die Funktionsfähigkeit der Nieren

22.04.2015
Frau hat Nierenschmerzen

Nierenprobleme können sich durch Rückenschmerzen äußern, aber auch lange unbemerkt bleiben


"Clearance" bezeichnet die "Klär-" oder "Filter"-Funktion der Nieren. Kreatinin entsteht beim Abbau von Kreatin, das für den Energiestoffwechsel wichtig ist. Kreatinin wird in relativ gleichbleibender Menge mit dem Urin ausgeschieden. Lässt die Nierenfunktion nach, können die Nieren das Kreatinin nicht mehr richtig aus dem Blut filtern. Die Konzentration im Blut steigt. Störungen der Nierenfunktion kann der Arzt mithilfe der Kreatinin-Clearance ermitteln.

Die Kreatinin-Clearance wird zum Beispiel bestimmt:

  • bei Verdacht auf Nierenschädigung (z.B. diabetische Nephropathie)
  • zur Verlaufskontrolle von Nierenerkrankungen
  • bei der Behandlung mit Medikamenten, die möglicherweise die Nierenfunktion beeinträchtigen

Um die Kreatinin-Clearance zu bestimmen, misst der Arzt den Kreatininwert im Blutserum und im 24-Stunden-Urin. Die Kreatinin-Clearance wird gemessen in Milliliter pro Minute pro 1,73m2 Körperoberfläche (ml/min/1,73m2). Die Normwerte sind abhängig von Alter und Geschlecht und reichen von etwa 35 bis 140.

Eiweißreiche Ernährung, anstrengender Sport und ein unausgeglichener Flüssigkeitshaushalt können die Messergebnisse beeinflussen. Patienten sollten sich deshalb beim behandelnden Arzt informieren, worauf Sie während der Bestimmung der Kreatinin-Clearance achten sollten.