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Makroalbuminurie

Bei einer Makroalbuminurie scheiden die Nieren verstärkt Eiweiß über den Urin aus. Das kann auf einen Nierenschaden infolge eines Diabetes hinweisen

aktualisiert am 28.11.2017
Urintest auf Toilette

Makroalbuminurie: Erhöhte Eiweißwerte im Urin


Albumin ist ein Eiweiß, das im Blut unter anderem Transportaufgaben wahrnimmt. Gesunde Nieren scheiden kaum Albumin über den Urin aus. Finden sich im Harn erhöhte Mengen dieses Proteins, weist das auf einen Nierenschaden hin. Bei einer ausgeschiedenen Menge von 30 bis 300 mg Albumin pro Tag sprechen Ärzte von einer Mikroalbuminurie (mäßig erhöhte Albuminurie), bei einer Ausscheidung von mehr als 300 mg von einer Makroalbuminurie (stark erhöhte Albuminurie). Albumin macht hier also den Hauptanteil der vermehrt ausgeschiedenen Eiweißstoffe (Proteinurie) aus.

Eine Makroalbuminurie ist ein Warnhinweis auf einen fortgeschrittenen Nierenschaden als Folge eines Diabetes oder von erhöhtem Blutdruck, andere Nierenerkrankungen ausgenommen. Wird die Entwicklung nicht aufgehalten, droht ein chronisches Nierenversagen (Niereninsuffizienz), das im Endstadium zur Dialysepflichtigkeit führt beziehungsweise eine Nierentransplantation erforderlich macht.

Grundlage der Behandlung ist eine konsequente Diabetestherapie mit möglichst normalen Blutzuckerwerten, unterstützt durch die Senkung eines erhöhten Blutdrucks und Verzicht auf Nikotin.

Um mögliche Nierenschäden rechtzeitig zu erkennen, sollten Menschen mit Diabetes einmal jährlich ihren Urin auf Albumin untersuchen lassen – im Bedarfsfall auch häufiger.