{{suggest}}


Mikroalbuminurie

Erhöhte Mengen an Albumin im Urin weisen auf einen Nierenschaden hin. Diabetespatienten sollten sich einmal jährlich auf das Eiweiß untersuchen lassen

aktualisiert am 30.06.2016
Albumintest

Der Albumintest kann bei Diabetes eine Nierenschwäche schon früh aufdecken


Die Ausscheidung erhöhter Mengen des Eiweißes Albumin über den Urin bezeichnen Mediziner als Mikroalbuminurie oder Proteinurie. Sie liegt bei Werten von 30 bis 300 Milligramm pro Tag vor. Bei noch höheren Albuminmengen ist von einer Makroalbuminurie die Rede. Die Mikroalbuminurie kann das erste Zeichen einer Nierenschädigung infolge eines Diabetes sein, einer diabetischen Nephropathie.

Mikroalbuminurie: Filterfunktion der Nieren beeinträchtigt

Zu einer Mikroalbuminurie kommt es, wenn die Nierenkörperchen geschädigt sind. Diese winzig kleinen Blutgefäße filtern normalerweise das Blut in den Nieren. Können sie zum Beispiel wegen erhöhter Blutzuckerwerte bei Diabetes diese Aufgabe nicht mehr zuverlässig erfüllen, tritt vermehrt Eiweiß aus dem Blut in den Urin über.

Mit einem Albumintest kann ein Arzt die erhöhte Eiweißkonzentration im Urin nachweisen. Der Test ist ein wichtiges Mittel, um einen diabetesbedingten Nierenschaden früh zu erkennen und zu behandeln. Jeder Mensch mit Diabetes sollte einmal im Jahr seinen Albuminwert überprüfen lassen. Bei Typ-1-Diabetes zum ersten mal fünf Jahre nach der Diagnose, bei Typ-2-Diabetes sofort danach.

Der Arzt kann den Albumingehalt im Einzelurin oder im 24-Stunden-Sammelurin bestimmen. Ergänzend ist die Bestimmung der Nierenfunktion mit einem Bluttest sinnvoll (Kreatinin-Clearance).

Erst wenn zwei aufeinanderfolgende Urinproben im Abstand von zwei bis vier Wochen eine Mikroalbuminurie ergeben, ist von einer Nierenschädigung auszugehen. Vorübergehende Mikroalbuminurien können aus vielen Gründen auftreten, zum Beispiel aufgrund einer Blasenentzündung.