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Nierenschaden bei Diabetes: Wann sollte ich zum Nephrologen?

Nephrologin Dr. Martina Guthoff erklärt, warum es so wichtig ist, rechtzeitig zum Nierenarzt zu gehen

von Tina Haase, 10.07.2019
Untersuchung von Blutproben im Labor

Wie gut die Nieren noch arbeiten, lässt anhand einer Blutprobe ermitteln


Wann sollte der Nephrologe eingebunden werden?

Mithilfe von Blut- und Urinproben kann die Filterleistung der Niere bestimmt werden. Ärzte ermitteln daraus den sogenannten GFR-Wert. Liegt dieser unter 60, sollte sich der Patient beim Nephrologen vorstellen. Oder wenn etwas auffällig ist.

Was kann das sein?

Wenn die Nierenleistung plötzlich stark abnimmt, Blut im Urin ist, eine Niere größer ist als die andere, wenn die Nieren verkleinert sind oder auf einmal besonders viel Eiweiß ausscheiden. Dann kann auch etwas anderes als die diabetische Nephropathie hinter dem Leiden stecken.

Was zum Beispiel?

Eine Glomerulonephritis. Das ist eine Entzündung der Nieren, die je nach Ursache behandelt werden muss.

Dr. med. Martina Guthoff

Warum sind fettleibige Menschen oft nierenkrank?

Übergewichtige haben häufig hohe Blutdruck- und Blutzuckerwerte. Außerdem befeuert Bauchfett Entzündungsvorgänge im Körper. All das strapaziert die Nieren. Wer abnimmt, tut somit auch etwas für seine Nieren.

Was passiert, wenn eine ­Nephropathie nicht oder zu spät behandelt wird?

Dann lässt die Nierenfunktion nach. Wenn die Nieren kaum noch arbeiten, sind Patienten auf eine Dialyse, also eine Blutwäsche, angewiesen. Sie entfernt schädliche Stoffe und überschüssiges Wasser aus dem Körper. Deswegen nennen wir sie auch Nierenersatztherapie.

Und eine Nierentransplantation ...

... kommt für manche Patien­ten natürlich auch infrage. Bei einer guten Behandlung lassen sich Dialyse und Transplantation zum Glück aber oft lange hinauszögern oder gar verhindern.


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