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Kardiale autonome Neuropathie

Diabetes kann auf längere Sicht zu Nervenschäden am Herz führen, einer kardialen autonomen Neuropathie (KADN)

10.04.2015
Herz (Schematische Darstellung)

Diabetes kann die Nerven am Herzen beeinträchtigen


Bei einer kardialen oder kardiovaskulären autonomen diabetischen Neuropathie (KADN) sind aufgrund erhöhter Blutzuckerwerte die Nerven beeinträchtigt, die das Herz-Kreislaufsystem steuern. Nervenschäden sind eine typische Folge der Zuckerkrankheit Diabetes. Betroffen sein können sowohl die Nerven, die für Bewegung und Empfindung zuständig sind, als auch die an verschiedenen Organen – wie eben dem Herzen.

Mögliche Anzeichen einer KADN sind ein erhöhter Herzschlag sowie die Verringerung der Herzfrequenzvariabilität. Letztere bezeichnet die Fähigkeit des Körpers, die Frequenz des Herzrhythmus je nach Bedarf zu verändern. Eine kardiale autonome Neuropathie kann zu Kreislaufkollaps und zu Herzrhythmusstörungen bis hin zum plötzlichen Herztod führen. Bei einer KADN kann außerdem ein stummer Infarkt auftreten: Betroffene bemerken einen Herzinfarkt nicht, da sie aufgrund der Nervenschäden die Schmerzen, die durch die Herzattacke entstehen, nicht wahrnehmen.

Zur Diagnose ermittelt ein Arzt unter anderem die Herzfrequenzvariabilität und wie der Blutdruck sich ändert, wenn der Patient aus dem Liegen aufsteht (Orthostase-Test). Basis der Therapie sind die Verbesserung der Blutzuckerwerte sowie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin. Daneben muss der Arzt die individuelle Situation und weitere Erkrankungen des Patienten berücksichtigen, um eine passende Behandlung – etwa in Form von Medikamenten und dem richtigen Maß an Bewegung – auszuwählen.