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Nervensystem

Das menschliche Nervensystem unterteilt sich in einen zentralen und einen peripheren Teil. Bei Diabetes können Nervenfunktionen gestört sein

aktualisiert am 16.06.2015
Nervenzellen im Gehirn

Im Nervensystem sind Milliarden von Nervenzellen (blau und grün) miteinander vernetzt


Das Nervensystem gliedert sich in das Zentralnervensystem (ZNS) und das periphere Nervensystem (PNS). Zum ZNS gehören das Gehirn und das Rückenmark, zum PNS alle Nerven, die dem Gehirn und dem Rückenmark entspringen oder hierhin führen. Das PNS lässt sich weiter unterteilen in das senso-motorische und das autonome Nervensystem.

Die sensorischen Nerven empfangen über eine Vielzahl unterschiedlicher Rezeptoren Sinneseindrücke und leiten sie ans Gehirn weiter. Hierzu zählen neben Hören, Sehen, Riechen und Schmecken auch Schmerz, Berührung und Temperaturempfindungen.

Die motorischen Nerven leiten Impulse von Gehirn und Rückenmark an die Muskeln und steuern dadurch Bewegungen. Damit ermöglichen es sensorische und motorische Nerven, dass sich der Mensch in seiner Umgebung zurechtfindet und sich in ihr bewegen kann.

Autonomes Nervensystem läuft unabhängig vom Bewusstsein ab

Das autonome oder vegetative Nervensystem steuert dagegen Vorgänge innerhalb des Körpers wie Herzschlag, Verdauung oder die Tätigkeit von Drüsen, um nur einige zu nennen. Auch das autonome Nervensystem reagiert auf Reize, allerdings unabhängig vom Bewusstsein. So erfolgen zum Beispiel die Veränderungen des Pulses in einer Stresssituation oder während einer anstrengenden körperlichen Tätigkeit, ohne dass wir uns dessen bewusst sind.

Das autonome System lässt sich weiter gliedern in den aktivierenden Sympathikus und den dämpfenden Parasympathikus. Bei einer Sympathikusaktivierung steigen Puls und Blutdruck, das Blut wird aus dem Verdauungstrakt in die Muskulatur umverteilt. So wird der Körper auf Kampf oder Flucht vorbereitet. Der Parasympathikus als Gegenspieler des Sympathikus dämpft diese Reaktionen und bereitet den Körper auf Ruhe und Entspannung vor.

Erhöhter Blutzucker kann Nerven schädigen

Alle Teile des Nervensystems können durch Krankheitserreger, Gifte, Verletzungen und andere Faktoren geschädigt werden (siehe Neuropathie). Auch ein langfristig überhöhter Blutzucker bei Diabetes kann die Nerven beeinträchtigen. Ärzte sprechen hier von einer diabetischen Neuropathie.