Niereninsuffizienz

Die Nieren filtern Stoffe aus dem Blut in den Harn. Bei einer Niereninsuffizienz können dieser Aufgabe nicht mehr ausreichend nachkommen

aktualisiert am 21.03.2017

Filterorgane: Die Nieren spielen eine wichtige Rolle im Stoffwechsel


Gesunde Nieren filtern zahlreiche Giftstoffe und Stoffwechselprodukte aus dem Blut, sodass sie über den Harn ausgeschieden werden können, und sind an der Steuerung des Wasser- und Salzhaushalts beteiligt. Können sie diese Funktionen nur noch unzureichend erfüllen, sprechen Mediziner von einer Niereninsuffizienz, auf deutsch: Nierenschwäche. Zu dieser kann es vor allem als Folge erhöhter Blutzuckerwerte bei Diabetes sowie wegen Nierenkrankheiten kommen.

Die nachlassende Nierenfunktion führt dazu, dass besagte Stoffe sich im Körper anreichern. In fortgeschrittenen Stadien benötigen Betroffene eine künstliche Blutwäsche, Dialyse, um den Körper von diesen Stoffen zu reinigen.

Es gibt zwei Verlaufsformen:

  • Akutes Nierenversagen: Die Nierenfunktion verschlechtert sich plötzlich, zum Beispiel bei Verletzungen, Vergiftungen oder Infektionen. Ein Arzt wird zunächst die Ursachen des akuten Nierenversagens behandeln und anschließend versuchen, die Nierenfunktion wieder anzuregen.
  • Chronisches Nierenversagen: Die Schädigung der Nieren schreitet langsam fort, Symptome treten erst spät auf. 

Diabetes kann Nieren schädigen

Zu den häufigsten Ursachen einer chronischen Niereninsuffizienz gehört die diabetische Nephropathie. Bei dieser schädigen vor allem langjährig erhöhte Blutzuckerwerte die winzigen Blutgefäße in den Nieren, in denen der Filterprozess stattfindet.

Diabetes-Patienten mit geschädigten Nieren müssen auf gute Blutdruck- und Blutzuckerwerte achten und sollten mit dem Rauchen aufhören. Über den konkreten Therapieverlauf entscheidet der behandelnde Arzt. Bei fortschreitender Niereninsuffizienz wird eine Nierenersatztherapie notwendig. Dazu gehören die Blutwäsche (Dialyse) und die Nierentransplantation.