Schlafapnoe

Bei einer Schlafapnoe setzt nachts im Schlaf der Atem aus. Patienten fühlen sich tagsüber oft müde. Bei der Therapie kann eine Spezial-Maske zum Einsatz kommen

aktualisiert am 09.08.2016

Schlafapnoe: Häufig sind Menschen mit Diabetes von den Atemaussetzern betroffen


Bei der obstruktiven Schlafapnoe kommt es während des Schlafes immer wieder zu Atempausen (obstruktiv: lateinisch verengt, Apnoe: griechisch "Atemstillstand"). Die Atemaussetzer dauern bis zu zwei Minuten, bevor der Schläfer mit einem oft explosionsartigen Schnarchgeräusch nach Luft ringt und weiteratmet. Manchmal können sich diese Atempausen pro Nacht hunderte Male wiederholen.

Welche Beschwerden treten bei einer Schlafapnoe auf?

Symptome, die auf ein Schlafapnoe-Syndrom hinweisen können:

  • Lautes, unregelmäßiges Schnarchen
  • Ständige Müdigkeit und Einschlafen tagsüber
  • Konzentrationsschwäche
  • Nachlassen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit
  • Nervosität, Gereiztheit

Patienten mit Schlafapnoe haben ein erhöhtes Risiko für Gefäßkrankheiten wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, aber auch für Herzrhythmusstörungen.

Ursachen für eine Schlafapnoe

Übergewicht ist ein wichtiger Risikofaktor für eine Schlafapnoe. Erschlaffen die Muskeln im Schlaf, können sie die Atemwege blockieren. Alkohol, Drogen sowie bestimmte Medikamente können die Erschlaffung bewirken und so eine Schlafapnoe fördern.

Diagnose So stellt der Arzt die Schlafapnoe fest

Zur Diagnose eines Schlafapnoe-Syndroms wird der Patient – eventuell nach einer ambulanten Voruntersuchung – in ein Schlaflabor überwiesen. Dort wird er während der Nacht an verschiedene Messgeräte angeschlossen, die unter anderem die Atembewegungen des Brustkorbes, die Schnarchgeräusche, den Herzschlag, die Hirnströme, den Sauerstoffgehalt des Blutes und viele andere Funktionen überwachen.

Behandlung: Oft hilft eine Atemmaske

Bei einer Schlafapnoe sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen. Bei leichten Fällen reicht es manchmal, Übergewicht abzubauen, auf Schlafmittel zu verzichten und bereits einige Stunden vor dem Schlafengehen keinen Alkohol mehr zu trinken.

In schwereren Fällen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Im Allgemeinen ist meist eine Maskenbeatmung angezeigt. Dabei trägt der Patient während des Schlafes eine speziell angepasste Atemmaske. Das Prinzip: Ein Luftstrom, den ein kleiner Kompressor erzeugt, hält die Atemwege offen.