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Karotis

Die linke und rechte Halsschlagader versorgen den Kopf mit Blut. Engstellen können einen Schlaganfall zur Folge haben

14.02.2016
Verengte Halsschlagader

Die Halsschlagadern gehören zu den wichtigen Blutgefäßen im Körper


Karotis, oft auch "Carotis" geschrieben, ist die Abkürzung von "Arteria carotis communis", der großen Halsschlagader. Die linke große Halsschlagader beginnt in der Regel direkt an der Hauptschlagader im Bereich des Aortenbogens. Die rechte große Halsschlagader entspringt aus dem Truncus brachiocephalicus. Beide teilen sich bald in zwei Stränge, die linken beziehungsweise rechten inneren und äußeren Halsschlagadern: Die inneren Halsschlagadern versorgen vor allem das Auge der jeweiligen Seite und vordere Regionen des Gehirns mit Nährstoffen. Die äußeren Halsschlagadern versorgen einen Teil der Hirnrinde sowie große Bereiche der Weichteile von Kopf und Hals.

Wie bei anderen Blutgefäßen können sich vor allem infolge von Arterienverkalkung Engstellen in der Halsschlagader bilden. Dadurch kann es zu einem Schlaganfall kommen. Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen sowie schlechte Blutzuckerwerte bei Diabetes erhöhen das Risiko dafür.

Ob die Halsschlagadern verengt sind, kann der Arzt mit einer Ultraschalluntersuchung feststellen. Bei hochgradiger Verengung, einer sogenannten Stenose, kann eine Operation erforderlich werden, um die Engstelle zu beseitigen. Außerdem sollte der Arzt bei einer Karotisstenose auch das übrige Gefäßsystem auf mögliche Verengungen untersuchen.