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Ursachen eines Schlaganfalls

In den meisten Fällen liegt eine Durchblutungsstörung einem Schlaganfall zugrunde, gelegentlich aber auch eine Gehirnblutung

aktualisiert am 26.01.2017
Mann greift sich an den Kopf

Schlaganfall: Oft behindert ein Gerinnsel den Blutfluss in den Gefäßen


Hauptursache: Durchblutungsstörungen

Überwiegend sind Schlaganfälle die Folge einer akuten Durchblutungsstörung im Gehirn. Sie heißen dann ischämischer Schlaganfall. Der Blutfluss kann aus verschiedenen Gründen behindert werden. Häufig sind eine oder beide Halsschlagadern (Carotis-Arterien) von Kalkablagerungen verengt. Diese Ablagerungen, auch Plaques genannt, sind Folge einer Gefäßverkalkung, einer Arteriosklerose.

Die Ablagerungen können die Halsschlagader einerseits so stark verengen, dass nicht mehr genug Blut ins Gehirn gelangt. Andererseits können sich Teile der Ablagerungen lösen und mit dem Blutstrom ins Gehirn verschleppt werden, wo sie ein kleineres Gehirngefäß verstopfen. Beides kann zu einem Schlaganfall führen.

In anderen Fällen sind kleine Gefäße im Gehirn, zum Beispiel infolge des Diabetes oder erhöhter Blutdruck- und schlechter Blutfettwerte, so geschädigt, dass die Durchblutung gestört ist. Auch dies kann zu einem Schlaganfall beziehungsweise zu einem Ausfall von Hirnfunktionen führen.

Eine dritte Möglichkeit: Der Schlaganfall ist Folge eines Blutgerinnsels, das aus dem Herzen ins Gehirn verschleppt wird. Solche Blutgerinnsel bilden sich insbesondere bei Menschen mit Vorhofflimmern. Dabei handelt es sich um eine häufige Form von Herzrhythmusstörungen. Weil die Vorhöfe des Herzens sich nicht mehr richtig zusammenziehen, wird das Blut darin verwirbelt und es können sich Gerinnsel bilden. Ein Gerinnsel aus dem linken Vorhof kann mit dem Blutstrom ins Gehirn gelangen, dort ein Gefäß verstopfen und einen Schlaganfall auslösen.

Seltener: Schlaganfall nach Gehirnblutung

Zum Teil wird ein Schlaganfall durch eine Einblutung ins Gehirngewebe verursacht. Dann heißt er Gehirnblutung oder hämorrhagischer Schlaganfall. Auslöser kann beispielsweise ein stark erhöhter Blutdruck sein. Wenn die Adern nach jahrelanger Schädigung durch hohe Zucker- oder Blutdruckwerte ihre Elastizität verloren haben, kann es bei einer plötzlich auftretenden Blutdruckspitze zum Riss in einem Gehirngefäß kommen, aus dem Blut ins umliegende Gehirngewebe eintritt.

Seltenere Ursachen für einen Schlaganfall infolge einer Einblutung sind beispielsweise angeborene Gefäßfehlbildungen, die plötzlich platzen, aber auch Gefäßrisse nach einer Kopfverletzung.


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