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Impotenz

Erektionsstörungen lassen sich oft gut behandeln. Die Therapie richtet sich nach den konkreten Ursachen

aktualisiert am 01.06.2016
Paar

Ungetrübtes Liebesglück: Gegen Potenzprobleme gibt es effektive Therapien


Umgangssprachlich ist von Impotenz die Rede, wenn ein Mann nicht in der Lage ist, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu bekommen oder aufrechtzuhalten. Im weiteren Sinne bezeichnet der Begriff nicht nur Erektionsstörungen, sondern auch die Unfähigkeit zum Samenerguss oder zur Zeugung von Kindern.

Aus medizinischer Sicht liegt erst dann eine Erektionsstörung vor, wenn das Problem über einen Zeitraum von sechs Monaten besteht. Dazu kann es aus verschiedenen Gründen kommen.

In rund zwei Drittel der Fälle liegt überwiegend eine körperliche Ursache vor. Neben Testosteronmangel sind das häufig Durchblutungsstörungen und Nervenerkrankungen. Da letztere beide bei Diabetes häufig sind, leiden Männer mit der Zuckerkrankheit überdurchschnittlich häufig unter Potenzproblemen.

Häufig sind zudem psychische Ursachen an der Störung beteiligt. Außerdem können bestimmte Medikamente die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen. Wer einen entsprechenden Verdacht hat, sollte das Mittel aber nie selbstständig absetzen, sondern immer seinen Arzt darauf ansprechen.

So vielfältig die Ursachen, so verschieden sind auch die Behandlungsmöglichkeiten. Die Therapie zielt zunächst darauf ab, die Grunderkrankung zu behandeln. Bei Diabetes ist also eine gute Einstellung der Blutzuckerwerte wichtig.

Dazu können je nach Ursache unter Umständen noch Hilfsmittel, Medikamente sowie Operationen bei Impotenz wieder zu einem erfüllten Sexualleben verhelfen. Eine Paar- oder Psychotherapie kann ebenfalls wirksam sein, wenn psychische Ursachen mit beteiligt sind.

Nicht nur wegen der guten Behandlungsmöglichkeiten lohnt es sich, Erektionsstörungen nicht verschämt hinzunehmen, sondern aktiv den Arzt aufzusuchen. Da gerade bei Diabetes oft Durchblutungsstörungen dahinter stecken, können Potenzprobleme ein Warnhinweis auf ein erhöhtes Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko darstellen.