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Die richtige Zahnpasta finden

Wir erklären Ihnen, was verschiedene Zahnpasten können und worauf Sie beim Kauf achten sollten

von Rieke Winter, 12.12.2018
Zähne putzen

Nicht nachlässig sein: Bei Diabetes ist eine sorgfältige Zahnpflege besonders wichtig


Gleich vorweg: Die eine Zahnpasta, die bei Diabetes besonders geeignet ist, gibt es nicht. Aber: "Weil Menschen mit Diabetes ein erhöhtes Risiko für Zahnfleisch­entzündungen haben, müssen sie bei der Mundhygiene besonders gewissenhaft sein", sagt Professor Dr. Ulrich Schiffner, Oberarzt an der Poliklinik für Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf. Ein spezieller Wirkstoff, der Parodontitis nachweislich vorbeugt, ist laut Schiffner nicht bekannt. "Am wichtigsten ist aber ohnehin, dass der Patient sich richtig die Zähne putzt." Ihr Apotheker kann Sie zu einer geeigneten Zahnpasta beraten.

Für alle

Eines darf in einer guten Zahnpasta auf keinen Fall fehlen: Fluorid. "Dank Fluorid ist die Verbreitung von Karies in den letzten Jahrzehnten stark zurück­gegangen", sagt Ulrich Schiffner. Das Mineralsalz ­lagert sich im Zahnschmelz ein und macht ihn widerstandsfähiger. Etwas Vorsicht ist bei kleinen Kindern geboten: Wenn sie zu viel Fluorid verschlucken, können sich weiße Flecken auf den Zähnen bilden. Daher sollten sie nur wenig Kinderzahnpasta mit verringertem Fluoridgehalt verwenden. Mit etwa sechs Jahren können Kinder auf eine Junior- oder eine Erwachsenen-Zahnpasta umsteigen, so Schiffner.

Für empfindliche Zähne

Bei empfindlichen Zähnen liegen die Dentinkanälchen an den Zahnhälsen frei. "Zahnpasten, die Stoffe wie Arginin oder Hydroxylapatit enthalten, verstopfen die Kanälchen", erklärt Ulrich Schiffner. Das vermindert die Schmerzempfindlichkeit. Wie gut dieser Effekt ist, hängt aber vor allem vom Putzverhalten ab. "Eine falsche Putztechnik — zum Beispiel zu starkes Schrubben — verringert die Wirksamkeit."

Für weißere Zähne

"Jede Zahnpasta ist zunächst einmal eine Reinigungspaste", sagt Schiffner. Es gibt aber Sorten, die besonders stark abschleifende Putzkörper enthalten. Solche Zahncremes entfernen Verfärbungen besser, sind allerdings auch aggressiver zum Zahnschmelz. Eine Orientierung, wie stark abschleifend eine Zahnpasta wirkt, bietet der sogenannte RDA-Wert. Normal sind Werte zwischen 30 und 70. Wenn Sie beim Kauf unsicher sind, fragen Sie Ihren Zahnarzt oder Apotheker um Rat.


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