Medikamente gegen Typ-2-Diabetes: Mittel, die selten zum Einsatz kommen

Manche Präparate gegen Typ-2-Diabetes kann der Arzt nur im Einzelfall verordnen. Oder sie haben wegen neuerer Präparate an Bedeutung verloren

aktualisiert am 30.05.2018
Diabetesmedikament Acarbose

Alpha-Glukosidasehemmer verzögern die Aufnahme von Glukose ins Blut. So helfen sie, Blutzuckeranstiege nach dem Essen zu vermeiden


Glitazone
Glitazone verbessern die Insulinresistenz — eine Hauptursache für Typ-2-Diabetes. Sind Zellen resistent gegenüber Insulin, gelangt weniger Zucker aus dem Blut in die Zellen. Glitazone ändern das. Zugelassen ist der Wirkstoff Pioglitazon. Er kann aber nur in begründeten Ausnahmefällen und auf Privatrezept verordnet werden. 
Glinide
Der Wirkstoff Repaglinid erhöht die Insulinproduktion der Betazellen. 
Anders als Sul­fonylharnstoffe lassen die Tabletten den Insulinspiegel aber nur kurz und abhängig vom Blutzucker ansteigen. Diabetikern, die kein 
eigenes Insulin mehr produzieren, helfen Glinide nicht. Repaglinid ist eine Option für Patienten, die wegen fort­geschrittener Nierenschwäche kein 
Metformin einnehmen dürfen. In anderen Fällen erstatten die Krankenkassen die Medikamente nicht.

Glitazone

Glitazone verbessern die Insulinresistenz — eine Hauptursache für Typ-2-Diabetes. Sind Zellen resistent gegenüber Insulin, gelangt weniger Zucker aus dem Blut in die Zellen. Glitazone ändern das. Zugelassen ist der Wirkstoff Pioglitazon. Er kann aber nur in begründeten Ausnahmefällen und auf Privatrezept verordnet werden. 

Glinide

Der Wirkstoff Repaglinid erhöht die Insulinproduktion der Betazellen. Anders als Sul­fonylharnstoffe lassen die Tabletten den Insulinspiegel aber nur kurz und abhängig vom Blutzucker ansteigen. Diabetikern, die kein eigenes Insulin mehr produzieren, helfen Glinide nicht. Repaglinid ist eine Option für Patienten, die wegen fort­geschrittener Nierenschwäche kein Metformin einnehmen dürfen. In anderen Fällen erstatten die Krankenkassen die Medikamente nicht.

Alpha-Glukosidasehemmer
Der Wirkstoff Acarbose blockiert im Darm das Eiweiß Alpha-Glukosidase. Dieses zerlegt Kohlenhydrate in Einfachzucker. Glukose gelangt dann nur langsam ins Blut. Acarbose kann Blähungen und Durchfall verursachen. Seit es Gliptine gibt, hat Acarbose viel von seiner Bedeutung verloren. Es kann Patienten helfen, die trotz intensivierter Insulintherapie deutliche Blutzuckeranstiege nach dem Essen haben. Wichtig: Bei einer Unterzuckerung hilft nur Traubenzucker. Die Aufspaltung anderer Zucker wird durch das Mittel gehemmt.

Alpha-Glukosidasehemmer

Der Wirkstoff Acarbose blockiert im Darm das Eiweiß Alpha-Glukosidase. Dieses zerlegt Kohlenhydrate in Einfachzucker. Glukose gelangt dann nur langsam ins Blut. Acarbose kann Blähungen und Durchfall verursachen. Seit es Gliptine gibt, hat Acarbose viel von seiner Bedeutung verloren. Es kann Patienten helfen, die trotz intensivierter Insulintherapie deutliche Blutzuckeranstiege nach dem Essen haben. Wichtig: Bei einer Unterzuckerung hilft nur Traubenzucker. Die Aufspaltung anderer Zucker wird durch das Mittel gehemmt.

Wichtig: Diese Informationen ersetzen nicht die Lektüre des Beipackzettels. Lassen Sie sich im Zweifelsfall immer von Ihrem Apotheker oder Arzt beraten.


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