Medikamente gegen Typ-2-Diabetes: DPP-4-Hemmer (Gliptine)

Gliptine hemmen den Abbau des Darmhormons GLP-1. Dieses hilft dabei, den Blutzucker zu senken

aktualisiert am 30.05.2018
Diabetesmedikament Vildagliptin

DPP-4-Hemmer dienen zur Behandlung des Typ-2-Diabetes


 

Dieses Hormon trägt auf verschiedene Arten dazu bei, den Blutzuckerspiegel zu senken — unter anderem, indem es die Ausschüttung von Insulin fördert. GLP 1 wird bei Blutzuckeranstiegen nach dem Essen aktiv und normalerweise schnell wieder abgebaut. Das verhindern die Gliptine. Unter ihrem Schutz kann das Darmhormon länger wirken.
Womit punkten sie? Weil GLP 1 nur bei erhöhten Blutzuckerspiegeln aktiv wird, steigt das Risiko für Unterzuckerungen nicht. 
Für wen eignen sie sich? Für Typ-2-Diabetiker, die mit Metformin allein ihren Blutzucker nicht ausreichend senken können. 
Und für wen nicht?  Bei Patienten mit fortgeschrittener Nierenschwäche ist die Dosis zu verringern. 
Bei schwerer Leberschwäche wird von Gliptinen abgeraten. 

Welche Wirkstoffe gibt es?  

Sita­gliptin, Saxagliptin.

Wie wirken sie?

Sie sind „Beschützer“ des Darmhormons GLP 1. Dieses Hormon trägt auf verschiedene Arten dazu bei, den Blutzuckerspiegel zu senken — unter anderem, indem es die Ausschüttung von Insulin fördert. GLP 1 wird bei Blutzuckeranstiegen nach dem Essen aktiv und normalerweise schnell wieder abgebaut. Das verhindern die Gliptine. Unter ihrem Schutz kann das Darmhormon länger wirken.

Womit punkten sie?

Weil GLP 1 nur bei erhöhten Blutzuckerspiegeln aktiv wird, steigt das Risiko für Unterzuckerungen nicht. 

Für wen eignen sie sich?

Für Typ-2-Diabetiker, die mit Metformin allein ihren Blutzucker nicht ausreichend senken können. 

Und für wen nicht?  

Bei Patienten mit fortgeschrittener Nierenschwäche ist die Dosis zu verringern. Bei schwerer Leberschwäche wird von Gliptinen abgeraten. 

Wie nimmt man sie ein?

Die Tabletten können unabhängig vom Essen geschluckt werden.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Die meisten Patienten vertragen die Tabletten gut. Es sind nur leichte Nebenwirkungen wie Schnupfen oder Magen-Darm-Probleme bekannt.

Das sagen Experten:  

Von allen Diabetesmedikamenten sind DPP-4-Hemmer die verträglichsten. Das macht sie zu einem besonders beliebten Kombipartner für Metformin.

Wichtig: Diese Informationen ersetzen nicht die Lektüre des Beipackzettels. Lassen Sie sich bei Fragen von Ihrem Apotheker oder Arzt beraten.


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