Schwangerschaft mit Diabetes

Frauen mit Diabetes sollten eine Schwangerschaft gut planen. Hier lesen Sie, worauf es in dieser Zeit ankommt

aktualisiert am 27.02.2018

Eine Information vorab: In diesem Text geht es um Frauen, die bereits einen Diabetes hatten, bevor sie schwanger wurden. Information für Frauen, die Folge der Schwangerschaft einen Diabetes entwickeln, finden Sie im Kapitel "Schwangerschaftsdiabetes".

Die Zuckerkrankheit Diabetes stellt für Frauen, die schwanger werden möchten oder schwanger sind, eine Herausforderung dar. Eine Schwangerschaft ist bei Diabetes mit Risiken für Mutter und Kind verbunden. Vor allem erhöhte Blutzuckerwerte bringen in dieser Zeit die Gefahr von Folgeschäden bei der Mutter. Beim Kind drohen Fehlbildungen sowie andere Schädigungen.

Eine gute Blutzuckereinstellung während Schwangerschaft und Geburt ist der beste Schutz für Mutter und Kind. Wenn Frauen mit Diabetes ihre Schwangerschaft sorgfältig planen, eigene Risiken mit ihrem Diabetologen abklären und schon vor der Empfängnis die Werte möglichst optimal in den Griff kriegen, stehen die Chancen gut auf eine weitgehend normale Schwangerschaft. In unserer Übersicht lesen Sie, was in den einzelnen Phasen alles wichtig ist.

Info: Schwanger mit Diabetes – welche Gefahren gibt es?

Abhängig von der Stoffwechseleinstellung vor und während der Schwangerschaft haben Kinder von Müttern mit Diabetes ein erhöhtes Risiko für Fehl- und Frühgeburten. Auch Fehlbildungen sind möglich – vor allem an Herz, Nervensystem und Lungen. Zu hohe Blutzuckerwerte können zudem dazu führen, dass das Baby mit einem stark erhöhten Geburtsgewicht von über 4500 Gramm auf die Welt kommt. Da ein Typ-1-Diabetes zum Teil genetisch bedingt ist, haben die Kinder ein erhöhtes Risiko für diese Diabetesform.

Bei der Mutter besteht die Gefahr von Stoffwechselentgleisungen, in erster Linie in Form von Unterzuckerungen, zu Beginn der Schwangerschaft. Diabetische Folgeerkrankungen an Augen, Nieren und Nerven können sich in dieser Periode verschlechtern. Bluthochdruck kann vor allem im späteren Verlauf der Schwangerschaft entstehen.

1. Vor der Schwangerschaft

Idealerweise sprechen Frauen mit Diabetes eine geplante Schwangerschaft rechtzeitig vorab mit ihrem behandelnden Diabetologen und dem Frauenarzt ab. Der Blutzucker-Langzeitwert HbA1c sollte drei Monate vor der Empfängnis unter sieben, besser 6,5 Prozent liegen. Bei einer ungeplanten Schwangerschaft sollten Frauen so schnell wie möglich den Arzt aufsuchen.

Vor Schwangerschaftsbeginn sollten Frauen mit Diabetes sich zudem auf bestehende Folgeschäden, etwa an den Nieren oder an der Netzhaut in den Augen, untersuchen lassen. Die Folgekrankheiten erhöhen auch das Risiko für Bluthochdruck. Vor allem Netzhautschäden können sich während der Schwangerschaft verschlechtern und sollten behandelt werden. Eine optimale Blutzuckereinstellung hilft, alle diese Komplikationen nach Möglichkeit zu vermeiden.

Lassen Sie auch die Schilddrüse auf eine Über- oder Unterfunktion überprüfen. Fachgesellschaften empfehlen zudem, vorab mit der Einnahme von Tabletten mit Folsäure und Jod zu beginnen. So senkt zum Beispiel eine gute Versorgung mit Folsäure bis zum Abschluss des dritten Schwangerschaftsmonats das Risiko für einen "offenen Rücken" beim Kind. Angemessene Zufuhr von Jod ist vor und während der Schwangerschaft sowie in der Stillzeit sehr wichtig. Am besten zu diesen Fragen individuell von den betreuenden Ärzten beraten lassen. Und wie für alle Frauen, die schwanger werden möchten, gilt: Unbedingt mit dem Rauchen aufhören.

Vor Schwangerschaftsbeginn muss zudem unter Umständen die Diabetestherapie angepasst werden. Dies hängt davon ab, wie gut die Blutzuckerwerte bislang waren. Andernfalls kann es sein, dass der Diabetologe das Insulin wechselt. 

Was nur Frauen mit Typ-2-Diabetes betrifft: Viele Medikamente, die den Blutzucker senken, sind in der Schwangerschaft tabu. Patientinnen, die bislang ihren Diabetes mit Tabletten behandelt haben, müssen deshalb vor der (geplanten) Schwangerschaft auf Insulin umsteigen. Das Spritzen und damit einhergehende vermehrte Blutzuckermessen ist für Frauen, die bislang nicht auf Insulin angewiesen waren, oft eine große Umstellung. Es ist deshalb empfehlenswert, sich in einer Schulung den richtigen Umgang mit dem Insulinpen oder der Insulinpumpe zeigen zu lassen.

2. Während der Schwangerschaft

Folgende Blutzuckerwerte sollten Frauen mit Diabetes in der Schwangerschaft anstreben:

  • vor dem Essen: 60 bis 90 mg/dl (3,3 bis 5,0 mmol/l)
  • eine Stunde nach dem Essen: weniger als 140 mg/dl (7,7 mmol/l)
  • zwei Stunden nach dem Essen: weniger als 120 mg/dl (6,6 mmol/l)
  • vor dem Schlafengehen: 90 bis 120 mg/dl (5,0 bis 6,6 mmol/l)
  • nachts (etwa zwei bis vier Uhr): über 60 mg/dl (3,3 mmol/l)

Hormonschwankungen in der Schwangerschaft erschweren eine gute Blutzucker-Einstellung. Zu Beginn sinkt der Insulinbedarf ab. Schwangere Diabetikerinnen müssen bis etwa zur 14. Woche deshalb zunächst weniger Insulin spritzen, um Unterzuckerungen zu vermeiden. Später, so um die 22. Schwangerschaftswoche, steigt die benötigte Menge an Insulin dagegen an, um bei der Geburt wieder stark abzufallen. Regelmäßig mehrmals täglich Blutzucker messen ist in der Schwangerschaft das A und O, um sich gegen böse Überraschungen zu wappnen.

Die Gefahr von Unterzuckerungen (Hypoglykämien) ist in der Anfangszeit der Schwangerschaft erhöht. Vor allem nachts können sie auftreten. Das erfordert zum einen vorsichtige Insulinanpassungen durch das Diabetesteam, die das Risiko zu tiefer Zuckerwerte möglichst gering hält. Außerdem sollten schwangere Frauen mit Diabetes im richtigen Umgang mit Unterzuckerungen geschult sein. Das Gleiche gilt für ihren Partner und das nähere Umfeld.

Und: Zu hohe Azetonwerte können ein Hinweis auf einen Insulinmangel darstellen, bei dem eine Ketoazidose, eine gefährliche Stoffwechselentgleisung, droht. Eine Ketoazidose ist ein echter Notfall. Schwangere Frauen mit Diabetes sollten deshalb im Vorfeld mit ihrem Diabetologen Verhaltensregeln dafür aufgestellt haben.

Wichtige Untersuchungen während der Schwangerschaft:

  • Gehen Sie alle zwei Wochen zum Diabetologen und Frauenarzt, bei Bedarf auch öfter. Der Arzt wird auch den Blutzucker-Langzeitwert HbA1c etwa alle vier bis sechs Wochen überprüfen.
  • Vor der geplanten Schwangerschaft, zu Schwangerschaftsbeginn und alle drei Monate im Anschluss ist eine Untersuchung der Augen auf Netzhautschäden wichtig.
  • In der zweiten Schwangerschaftshälfte, etwa ab Schwangerschaftswoche (SSW) 20, kann der Blutdruck ansteigen. Bei schon länger bestehendem Diabetes ist das Risiko dafür erhöht. Sie sollten den Blutdruck spätestens ab diesem Zeitpunkt regelmäßig messen.
  • Ultraschalluntersuchungen geben Aufschluss, ob sich das Kind im Mutterleib gesund entwickelt. Drei Untersuchungen dieser Art sehen die Mutterschaftsrichtlinien vor: Die erste in SSW acht bis zwölf, die zweite in SSW 18 bis 22, die dritte in SSW 28 bis 32. Danach sind weitere Ultraschalluntersuchungen zur Kontrolle vorgesehen, zum Beispiel zwei- bis vierwöchentlich oder (in den letzten acht SSW) noch häufiger. Zwischen der 19. und 22. SSW kann eine sogenannte erweiterte Basis-Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden. Dabei wird nicht nur das Wachstum des Kindes kontrolliert, sondern es werden auch die Organanlagen und die Blutversorgung überprüft. Ein Kardiotokogramm (CTG) zur Kontrolle des Herzschlags des Ungeborenen und der Wehentätigkeit der Schwangeren wird nur unter besonderen Voraussetzungen aufgezeichnet, zum Beispiel bei mutmaßlichen vorzeitigen Wehen.

3. Geburt

Frauen mit Diabetes sollten unbedingt in einem Perinatalzentrum mit Level 1 oder Level 2 entbinden. Diese Zentren sind auf Frühgeburten und Risikoschwangerschaften spezialisiert. So sind Betroffene auch bei Komplikationen möglichst gut versorgt. Bei Schwangerschaften mit der Zuckerkrankheit ist das Risiko für eine Frühgeburt deutlich erhöht. Idealerweise kümmern sich angehende Mütter aber schon zu Beginn der Schwangerschaft um einen Geburtsort.

Ist der berechnete Geburtstermin erreicht, wird das betreuende Team bei Diabetes aktiv die Geburt einleiten. Wiegt der Fötus 4500 Gramm oder mehr, ist ein Kaiserschnitt ratsam. Während der Geburt werden die Ärzte alle ein bis zwei Stunden die Blutzuckerspiegel bestimmen und ihn gegebenenfalls mit kurz wirkendem Insulin korrigieren.

Nach der Geburt benötigen Mutter und Kind intensive Betreuung. Bei ersterer sinkt der Insulinbedarf in den Stunden nach der Entbindung ab, das Unterzucker-Risiko ist dadurch erhöht. Neugeborene von Müttern mit Diabetes sollten normal gestillt und geimpft werden. Das Stillen verringert das Risiko, dass die Kinder später Übergewicht oder Diabetes entwickeln.

Fachliteratur für diesen Ratgeber

Evidenzbasierte Leitlinie "Diabetes und Schwangerschaft" der Deutschen Diabetes Gesellschaft (zuletzt aufgerufen am 27.02.2018)

Eine Information vorab: In diesem Text geht es um Frauen, die während der Schwangerschaft einen Diabetes entwickeln. Information für Frauen, die bereits vor der Empfängnis Diabetes hatten, finden Sie im Kapitel "Schwangerschaft mit Diabetes".

Was ist ein Schwangerschaftsdiabetes?

Eine Schwangerschaft versetzt den Körper in einen Ausnahmezustand. Bei einigen Frauen entsteht in dieser Zeit eine Stoffwechselstörung, bei der nicht mehr ausreichend Traubenzucker (Glukose) aus dem Blut in die Körperzellen gelangt, so dass die Zuckerwerte im Blut ansteigen.

Der Grund für einen solchen Schwangerschaftsdiabetes, auch Gestationsdiabetes genannt, ist eine Insulinresistenz: Die Zellen sprechen nicht mehr ausreichend auf das Hormon Insulin an, das den Zucker aus dem Blut weiterbefördern soll. Damit ähnelt ein Schwangerschaftsdiabetes stark einem Typ-2-Diabetes.

Gesunde Ernährung und Bewegung helfen während der Schwangerschaft, das Risiko für diese Stoffwechselstörung zu verringern. Diese Maßnahmen sind zudem wichtig, wenn bereits ein Schwangerschaftsdiabetes entstanden ist.

Welche Folgen hat ein Schwangerschaftsdiabetes?

In der Regel ist die Insulinresistenz bei einem Schwangerschaftsdiabetes nur vorübergehend und verschwindet nach der Geburt wieder. Betroffene Frauen haben aber ein erhöhtes Risiko, im Verlauf ihres Lebens an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Beim ungeborenen Kind kann ein unbehandelter Schwangerschaftsdiabetes durch den Glukoseüberfluss ein verstärktes Wachstum auslösen, die wiederum Fehlbildungen und Komplikationen bei der Geburt zur Folge haben können.

Ist das Kind auf der Welt, kann es in den ersten Stunden anfälliger für Unterzuckerungen sein. Gerade nach einem Schwangerschaftsdiabetes ist Stillen wichtig für die Gesundheit von Mutter und Kind. Studien haben gezeigt, dass betroffene Frauen so ihr Risiko für einen späteren Typ-2-Diabetes senken können. Beim Kind hilft Stillen neben gesunden Wachstumsbedingungen – genügend Bewegung, gesunde Ernährung, siehe unten – späterem Übergewicht vorzubeugen.

Wie wird ein Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert?

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen einen Diabetes-Vortest (sogenannter Screening-Test), den Schwangere unbedingt wahrnehmen sollten. Empfohlen ist die Untersuchung für den Zeitraum zwischen der Schwangerschaftswoche (SSW) 24 und 28. Die Frauen erhalten dabei 50 Gramm Traubenzucker in 200 Milliliter Wasser aufgelöst zum Trinken. Eine Stunde danach wird der Blutzuckerwert gemessen. Liegt er im Bereich von 135 mg/dl (7,5 mmol/l) bis 200 mg/dl (11,1 mmol/l), sollten Betroffene unbedingt einen weiteren Test zur genauen Diagnosefindung machen.

Bei diesem Oralen Glukosetoleranztest (OGTT) muss die Schwangere nüchtern, das heißt nach Nahrungspause in den letzten acht Stunden, in die Praxis kommen und wieder in Wasser gelöste Glukose (nunmehr 75 Gramm) trinken. Davor und im Anschluss wird wieder der Blutzuckerwert bestimmt. Die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes gilt als gestellt, wenn der Glukosespiegel im Venenblut mindestens eines von drei Kriterien erfüllt:

  • Nüchtern (vor dem Test) 92 mg/dl (5,1 mmol/l) oder mehr
  • Eine Stunde nach dem Test 180 mg/dl (10,0 mmol/l) oder mehr
  • Zwei Stunden nach dem Test 153 mg/dl (8,5 mmol/l) oder mehr

Frauen mit Risikofaktoren für einen Diabetes, etwa Übergewicht, lassen am besten schon zu Beginn der Schwangerschaft ihren Blutzucker untersuchen. Die betreuenden Frauenärzte können jeweils Rat geben, ob das im Einzelfall sinnvoll ist.

Wie wird ein Schwangerschaftsdiabetes behandelt?

Ein Schwangerschaftsdiabetes lässt sich oft schon mit einfachen Maßnahmen in den Griff kriegen. Ist die Diagnose gestellt, werden Betroffene in der Regel an eine Diabetes-Schwerpunktpraxis überwiesen, die Erfahrungen mit Schwangeren mit Diabetes besitzt. Eine Schulung für Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes vermittelt zudem das nötige praktische Wissen: welche Ernährung jetzt sinnvoll ist, wie die Schwangere ihren Blutzucker zur Kontrolle selbst misst und wie sie gegebenenfalls Insulin spritzt.

Bei der Ernährung sind nun keine Lebensmittel per se tabu. Angehende Mütter mit Schwangerschaftsdiabetes sollten aber darauf achten, sich gesund und abwechslungsreich zu ernähren. Das bedeutet: viel Gemüse, gesundes Obst und Vollkornlebensmittel, tierische Fette dagegen nur in Maßen.

Betroffene sollten Höchstgrenzen für eine Gewichtszunahme während einer Schwangerschaft einhalten. Übergewicht ist ein Hauptrisikofaktor für eine Verschlechterung der Insulinwirkung. Außerdem hilft viel Bewegung, die Blutzuckerwerte zu bessern. Als ideal gilt, etwa dreimal 30 Minuten pro Woche aktiv zu sein, mit einer Mischung aus Ausdauer- und Krafttraining.

Die Blutzuckerwerte sollten morgens vor dem Essen im Toleranzbereich unter 95 mg/dl (5,3 mmol/l) und eine Stunde nach einer großen Mahlzeit unter 140 mg/dl (7,8 mmol/l) liegen. Reichen die oben genannten Lebensstiländerungen dazu nicht aus und nimmt die Insulinresistenz weiter zu, müssen Schwangere Insulin spritzen. Etwa 20 Prozent der Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes müssen zum Insulin-Pen greifen. Dabei erhalten sie in der Regel ein länger wirkendes Insulin als Grundlage sowie ein schnell wirkendes Insulin, das die Blutzuckeranstiege nach dem Essen abfängt.

Das Wachstum des Fötus sollte nach den üblichen Richtlinien (siehe wiederum Kapitel "Schwangerschaft mit Diabetes" in diesem Beitrag) mittels Ultraschall untersucht werden, bei Auffälligkeiten öfter. Bei der Mutter kann vor allem in der zweiten Schwangerschaftshälfte der Blutdruck deutlich ansteigen. Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes sollten deshalb auch diesen Wert regelmäßig kontrollieren.

Wie läuft die Geburt bei einem Schwangerschaftsdiabetes ab?

Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes sollten in Spezialkliniken entbinden, einem Perinatalzentrum mit Level 1 oder 2. Diese Zentren sind auf Frühgeburten und Risikoschwangerschaften spezialisiert, so dasss eine gute Versorgung von Mutter und Kind gewährleistet ist. Schwangere kümmern sich nach Möglichkeit rechtzeitig um einen entsprechenden Platz. Behandelt eine Frau allein mit Lebensstilmaßnahmen ihren Gestationsdiabetes, darf sie den errechneten Geburtstermin auch überschreiten. Spritzt sie jedoch Insulin, wird die Geburt nach Überschreiten dieser Frist eingeleitet.

Blutzuckermessungen während des Entbindungsvorgangs durch das Ärzteteam sind nur bei insulinpflichtigen Frauen nötig.

Wie geht es nach der Geburt weiter?

Nach der Geburt normalisiert sich der Glukose-Stoffwechsel in der Regel wieder, so dass auch das Insulin abgesetzt werden kann. Zur Kontrolle erfolgen dazu im Wochenbett meist wiederholte Messungen.

Frauen, die einen Schwangerschaftsdiabetes hatten, sind anfälliger dafür, einmal einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln. Um vorzubeugen, sollten sie zum einen ihr Kind stillen und die Verhaltensempfehlungen befolgen, die schon während des Schwangerschaftsdiabetes galten: gesund essen, viel bewegen und das Gewicht nach Möglichkeit im Normalbereich halten. Diabetes-Screenings in regelmäßigen Abständen – je nach dem persönlichen Risiko – helfen, die Krankheit rechtzeitig zu entdecken und entgegenzusteuern.

Fachliteratur für diesen Ratgeber

Evidenzbasierte Leitlinie "Gestationsdiabetes mellitus" der Deutschen Diabetes Gesellschaft; Gemeinsamer Bundesausschuss: https://www.g-ba.de/informationen/richtlinien/ (Mutterschaftsrichtlinien); (jeweils zuletzt aufgerufen am 27.02.2018)