Alkohol hemmt die Produktion von Zucker in der Leber. Das erhöht das Risiko für Unterzuckerungen, insbesondere Nachts
Finnische Forscher untersuchten die Lebenserwartung von Menschen, die vor dem 30. Lebensjahr an Diabetes mellitus vom Typ 1 erkrankten. Sie werteten dazu die Daten von rund 17.000 Patienten aus, bei denen zwischen 1970 und 1999 Typ-1-Diabetes festgestellt worden war. Dabei stellten die Forscher einerseits fest, dass Todesfälle bei Typ-1-Diabetikern, die vor dem 15. Lebensjahr erkrankt waren, in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen sind. Der Grund dürften die zunehmend besseren Behandlungsmöglichkeiten sein, sodass es immer seltener zu chronischen Komplikationen kommt.
Alkohol und Drogen häufige Todesursache
Andererseits verzeichneten die Forscher einen Anstieg der Todesfälle bei Typ-1-Diabetikern, die erst nach dem 15. Lebensjahr erkrankten. 39 Prozent aller Todesfälle standen in dieser Altersgruppe in direktem Zusammenhang mit Alkohol und Drogen, wie die Forscher berichten. Sie fordern daher, Jugendliche und junge Erwachsene, die an Diabetes erkranken, besonders sorgfältig über die Risiken aufzuklären, die sich aus Alkohol- und Drogenkonsum ergeben. Dazu zählen sowohl das erhöhte Risiko für Unterzuckerungen, weil Alkohol die Produktion und Freisetzung von Zucker in der Leber hemmt. Zum anderen können Alkohol und Drogen die selbstverantwortliche Steuerung der Therapie erheblich beeinträchtigen und zu Fehlentscheidungen führen, die gefährliche Stoffwechselkomplikationen auslösen.
AB / www.diabetes-ratgeber.net;
19.09.2011, aktualisiert am 19.09.2011
Bildnachweis: Thinkstock/Stockbyte
Apotheken Umschau mit den Themen Krankheiten von A-Z>, Symptome, Medikamentencheck, Laborwerte, Heilpflanzen, Hausapotheke, Abnehmen, Gesundheitsvideos, Arzt- Apothekensuche, Gehirn-Jogging und Sport
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung