Als Ursache von Folgeerkrankungen gelten bei allen Diabetesformen die Auswirkungen der Stoffwechselstörung, d.h. hohe Blutzuckerwerte und eine ungünstige Zusammensetzung der Blutfette. Würde es gelingen, den Stoffwechsel im gesunden Bereich einzuregulieren, sowie andere Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht und Rauchen zu beherrschen, könnten sich keine Folgeerkrankungen entwickeln.
Stoffwechseleinstellung und Lebensweise spielen eine große Rolle
Zu den Folgeerkrankungen gehören die Neuropathie, die Mikroangiopathie (z.B. diabetische Nephropathie und Retinopathie), die Makroangiopathie (Durchblutungsstörungen der großen Gefäße) und der diabetische Fuß, der in der Regel durch mehrere Faktoren verursacht wird. Für die Mikroangiopathie lässt sich eine eindeutige Abhängigkeit von der Erkrankungsdauer und der Einstellungsqualität (HbA1c-Werte) nachweisen. Bei der Entwicklung der Makroangiopathie haben neben dem überhöhten Blutzucker die Begleiterkrankungen des Metabolischen Syndroms wie Bluthochdruck (Hypertonie), Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen ein besonderes Gewicht. So ist es nicht selten, dass zum Zeitpunkt der Diagnose eines Typ-2-Diabetes bereits makroangiopatische Folgeerkrankungen festgestellt werden.
Ein kleiner Teil der Patienten mit Typ-1-Diabetes bekommt selbst bei Stoffwechselinstabilität und relativ schlechter Einstellung keine Gefäßveränderungen. Die Gründe sind noch unbekannt, vermutet werden erblich bedingte Schutzfaktoren.
www.diabetes-ratgeber.net;
05.08.2005, aktualisiert am 14.03.2012
Bildnachweis: Fotolia/Udo Kroener
Apotheken Umschau mit den Themen Krankheiten von A-Z>, Symptome, Medikamentencheck, Laborwerte, Heilpflanzen, Hausapotheke, Abnehmen, Gesundheitsvideos, Arzt- Apothekensuche, Gehirn-Jogging und Sport
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung