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Glukosurie

Steigen die Blutzuckerwerte bei Diabetes über einen gewissen Wert, scheiden Betroffene über den Urin vermehrt Zucker aus. Mediziner sprechen dann von einer Glukosurie


Urinprobe: Zucker im Urin kann auf einen Diabetes hindeuten

Der Urin eines gesunden Menschen ist praktisch zuckerfrei. Bei Diabetes mellitus können sich dagegen als Folge überhöhter Blutzuckerwerte entsprechend erhöhte Mengen an Traubenzucker im Harn befinden.

Die Nieren filtern nicht benötigte Stoffe aus dem Blut. Der Körper scheidet diese anschließend über den Harn aus. Traubenzucker sortieren die Nieren dabei in der Regel nicht aus. Erst ab bestimmten Blutzuckerwerten gelangt auch Zucker in den Urin. Diese sogenannte Nierenschwelle liegt bei etwa 180 mg/dl (10 mmol/l). Die genaue Höhe ist aber von bestimmten Faktoren abhängig. Während der Schwangerschaft liegt die Nierenschwelle zum Beispiel so niedrig, dass auch gesunde Schwangere Zucker ausscheiden können.

Hinter erhöhten Zuckerwerten im Urin muss allerdings nicht zwangsläufig ein Diabetes stecken. Auch bestimmte Nierenerkrankungen können zum Beispiel dafür verantwortlich sein.




Bildnachweis: PhotoDisc/RYF

www.diabetes-ratgeber.net; aktualisiert am 04.04.2014, erstellt am 21.09.2009
Bildnachweis: PhotoDisc/RYF

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