Enthält Apfelsaft Alkohol?

Ob Menschen, die keinen Alkohol vertragen, Apfelsaft trinken dürfen, beantwortet Ernährungsberaterin Katrin Ahrens vom Diabeteszentrum Bad Lauterberg im Harz

von Sabine Haaß, aktualisiert am 28.12.2015

Klar oder naturtrüb? Apfelsaft kann Spuren von Alkohol enthalten

Getty Images/Monty Rakusen/Cultura

Apfelsaft kann wie alle anderen Fruchtsäfte Spuren von Alkohol enthalten. Oft siedeln sich auf frischem Obst schon vor der Verarbeitung zu Saft Hefepilze an, die den Zucker in den Früchten vergären. Dass der dabei entstehende Alkohol in den Saft gelangt, lässt sich nicht verhindern. Damit der Saft nicht in der verschlossenen Flasche weitergärt, wird er nach dem Pressen kurz auf 60 bis 90 °C erhitzt (pasteurisiert). Dabei werden die Alkohol bildenden Hefepilze abgetötet.


Erlaubt sind in Fruchtsäften maximal 0,38 Prozent Alkohol (drei Gramm pro Liter). Ein Ausreißer ist nur der Traubensaft: Die zuckerreichen Früchte ziehen besonders viele Hefepilze an, was wiederum die Gärung verstärkt. Traubensaft darf deshalb bis zu ein Prozent Alkohol enthalten. Diese geringen Alkoholmengen sind unbedenklich – selbst für Kinder sowie für Menschen, die Alkohol schlecht vertragen oder, etwa wegen einer Lebererkrankung, meiden sollen. „Trockene“ Alkoholiker dagegen sollten komplett auf Alkoholhaltiges verzichten, um keinen Rückfall zu riskieren. In geöffneten Flaschen können Hefen aus der Luft den Saft erneut gären lassen und den Alkoholgehalt erhöhen. Daher sollte man die Flaschen kühl stellen und den Saft innerhalb weniger Tage verbrauchen.

Die Expertin: Katrin Ahrens, Ernährungsberaterin



Bildnachweis: Getty Images/Monty Rakusen/Cultura

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