Frühstück: Bei Diabetes gut in den Tag starten

Eier, Müsli, Marmelade und Brötchen sind die Dauerbrenner auf dem Frühstückstisch. Aber sind sie auch für Zuckerkranke gut geeignet? Wir geben Tipps für ein gesundes Frühstück
von Stephan Soutschek, 07.07.2015

Alles drin: Selbstgemachtes Müsli ist zum Frühstück ideal

Shotshop/danstar

Wir alle kennen diesen Spruch: "Frühstücke wie ein Kaiser." Und ganz verkehrt ist er nicht. Denn das Frühstück ist die erste Mahlzeit nach der Nacht, in der wir gezwungenermaßen stundenlang keine Nahrung aufnehmen konnten. "Das Frühstück ist wichtig, um die Reserven des Körpers wieder aufzufüllen", erklärt Christiane Knipper, Ernährungsberaterin aus Bremen. Und zwar mit allen Stoffen, die er so braucht: Kohlenhydrate und Fette in Maßen, Eiweiße, jede Menge Vitamine, Mineralstoffe und bioaktive Substanzen. Ein Frühstück deckt idealerweise etwa 30 Prozent des täglichen Nährstoffbedarfs ab. Wer kein großer Frühstücker ist, beginnt mit einem Snack und frühstückt später.

Ideal zum Frühstück: Obst, Gemüse, Vollkorn-Produkte

Verbote beim Frühstück gibt es auch bei Diabetes nicht. Allerdings lassen sich bei vielen klassischen Frühstücksbestandteilen gesündere Alternativen finden. Brot und Brötchen aus Vollkorn lassen dank ihres hohen Ballaststoffgehalts den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen als Weißmehlprodukte. Gerade für Typ-1-Diabetiker und Typ-2-Diabetiker, die Insulin spritzen, ist das wichtig zu wissen. Und gerade wer abnehmen möchte, stellt seinen Früchtejoghurt oder sein Müsli am besten selbst aus Einzelzutaten zusammen. Fertige Waren im Supermarkt enthalten oft mehr Zucker oder Fette.


Die Mischung macht´s: Fette, etwa in Joghurt, Butter und Milch, sind in Maßen auf dem Frühstückstisch okay. Sie helfen, ebenso wie Eiweiße und eben Ballaststoffe, den Blutzuckeranstieg zu bremsen. "Insgesamt sollten möglichst pflanzliche Nahrungsmittel die Grundlage eines Frühstücks bilden", sagt Knipper. Sie rät dazu, morgens schon eine Portion Obst oder Gemüse zu essen: Nicht nur der Nährstoffe wegen, sondern auch, weil sie kalorienarm sättigen.

Gefragt nach dem idealen Frühstück, antwortet die Ernährungsberaterin: "Vollkornhaferflocken mit fettarmem Joghurt und Beeren. Dazu noch ein paar Nüsse, wegen der ungesättigten Fettsäuren. Oder ein Schuss Leinöl." Weil aber natürlich jeder seine eigenen Vorlieben hat: Ein Überblick über zehn häufige Frühstückszutaten – und was Diabetiker zu ihnen wissen müssen.



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