Bei kleinen Kindern mit Diabetes bringt die Therapie mit der Insulinpumpe einige Vorteile. Wir wollten von Professor Dr. Andreas Neu – er ist Sprecher der Arbeitsgemeinschaft für pädiatrische Diabetologie – wissen, wie es um die Kostenerstattung durch die Krankenkassen steht.
Profitieren kleine Kinder besonders von der Pumpentherapie?
Ja. Denn die geringen Insulinmengen, die Kleinkinder brauchen, lassen sich mit dem Pen schlecht dosieren. Dadurch können die Blutzuckerwerte stark schwanken. Mit der Pumpe klappt das besser. Zudem wird der Diabetes-Alltag leichter. Wenn das Kind etwas essen möchte, müssen die Eltern oder Betreuer nicht spritzen, sondern nur aufs "Knöpfchen" drücken.
Ist die Pumpe für Kinder genauso schwierig zu bekommen wie für Erwachsene?
Das hängt auch von der Kasse ab. So haben etwa die Barmer GEK und die BKK für Heilberufe seit März 2010 die Beantragung der Pumpe für Kinder vereinfacht.
Was heißt das konkret?
Bei Kindern bis zu sechs Jahren genügt ein Schreiben des Kinderdiabetologen, dass er die Pumpentherapie für notwendig hält. Das gilt auch bei bei Kindern bis zwölf Jahren, die weniger als zehn Einheiten Basalinsulin pro Tag brauchen.
Wie läuft das bei anderen Krankenkassen ab?
Einige orientieren sich am Vorgehen der Barmer und der BKK. Das spart allen Zeit, Nerven und Geld. Ich habe bei Kindern noch nie erlebt, dass die Kasse eine Pumpe abgelehnt hat – egal wie intensiv sie zuvor geprüft hat.
Diabetes Ratgeber;
12.09.2011
Bildnachweis: W&B/Cira Moro, W&B/Martin Ley
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