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Mit Kraft und Ausdauer gegen Diabetes

Ist Krafttraining oder Ausdauersport besser? Um Diabetes vorzubeugen, lohnt sich anscheinend beides


Krafttraining vermindert das Risiko an Diabetes zu erkranken

Muskeltraining senkt das Risiko für Diabetes: Zu diesem Ergebnis kommen Forscher an den Universitäten Harvard und Süd-Dänemark. Sie untersuchten in einer gemeinsamen Studie den Einfluss von Kraft- und Ausdauertraining auf das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Dabei griffen sie auf die Daten einer Langzeiterhebung zurück, in der 32.002 Männer von 1990 bis 2008 zu ihrer Lebensgewohnheiten Auskunft gaben. Darunter auch, wie häufig sie Sport trieben. Die Ergebnisse wurden im August 2012 in Archives of Internal Medicine veröffentlicht.

Zwischen einer und zweieinhalb Stunden (60 bis 150 Minuten) Krafttraining in der Woche verringert dabei die Wahrscheinlichkeit für einen Diabetes Typ 2 offenbar um 25 Prozent. Wer seine Kraft noch häufiger trainiert, hat sogar ein um 34 Prozent verringertes Risiko gegenüber denjenigen, die nie zu Hanteln & Co. greifen.


Hanteln oder Laufschuhe? Beides!

Bislang gilt vor allem Ausdauertraining als geeignetes Mittel, um Diabetes vorzubeugen. "Jedoch haben viele Schwierigkeiten mit Ausdauersport. Die neuen Ergebnisse zeigen, dass Gewichtetraining eine Alternative bei der Vorsorge von Typ-2-Diabetes spielen kann", erklärte Anders Grøntved von der Universität Süd-Dänemark. Kräftige Muskeln benötigen mehr Energie. Sie helfen somit, den Blutzucker zu senken und beim Abnehmen. Deshalb lohnt es sich auch, die Muskeln zu trainieren, wenn bereits ein Diabetes vorliegt.

Allerdings bieten Ausdauersportarten scheinbar einen noch besseren Schutz vor der Zuckerkrankheit als Krafttraining. Die Teilnehmer, die wöchentlich länger als 150 Minuten joggten, schwammen oder Rad fuhren, senkten ihr Diabetes-Risiko im Vergleich zu Sportmuffeln etwa um die Hälfte, genauer gesagt um 52 Prozent. Ideal ist laut Studie eine Kombination aus Kraft und Ausdauer: Wer jede Woche beides jeweils über 150 Minuten trainierte, verringerte seine Gefahr für einen späteren Diabetes am deutlichsten.

Diabetes: Hauptsache, Sie sind aktiv

Doch es muss nicht zwingend gleich so viel Sport sein. Für Diabetiker ist es vor allem wichtig, überhaupt etwas zu tun. Eine Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam zeigt, dass jegliche Form der körperlichen Aktivität das Sterberisiko senkt. Wer als Diabetiker neu oder nach einer längeren Trainingspause mit Sport beginnt, sollte sich vorher von seinem Arzt beraten lassen.

Draußen joggen gehen oder lieber im Fitness-Studio Gewichte stemmen? Hat der Arzt keine Einwände, können Diabetiker sich bei dieser Entscheidung ruhig von persönlichen Vorlieben leiten lassen. Wichtig ist, dass sie überhaupt etwas tun.




Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto

Stephan Soutschek / www.diabetes-ratgeber.net; 10.08.2012
Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto

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