{{suggest}}


Grauer Star (Katarakt)

Der graue Star oder Katarakt ist ein häufiges Augenleiden, vor allem bei älteren Menschen. Diabetes ist ein Risikofaktor für die Linsentrübung. Patienten erhalten zur Behandlung oft eine künstliche Linse eingesetzt

aktualisiert am 10.01.2017
Augen einer Frau

Katarat: Getrübte Linsen im Auge können Folge eines Diabetes sein


Ein grauer Star oder eine Katarakt bezeichnet eine Trübung der Augenlinse. Sie führt zu abnehmender Sehschärfe und Blendungsgefühl. Katarakt leitet sich aus dem altgriechischen Wort für "herabfließen" ab – Betroffene empfinden beim grauem Star oft so ähnlich, als blickten sie durch einen Wasserfall.

Zu Beginn der Erkrankung sehen die Betroffenen alles durch einen leichten Schleier, der mit der Zeit immer dichter wird. Gleichzeitig kann die Blendungsempfindlichkeit zunehmen oder eine Kurzsichtigkeit verstärkt werden, was zum Beispiel das Lesen vermehrt erschwert. Möglich sind auch Doppelbilder oder eine veränderte Farbwahrnehmung (Gelbstichigkeit).

Grauer Star (Schematische Darstellung)

Es gibt zahlreiche Ursachen für einen grauen Star, am häufigsten ist jedoch eine altersbedingte Katarakt (Altersstar). Auch ein schlecht eingestellter Diabetes kann eine Linsentrübung fördern, sodass sie frühzeitiger aufritt. Bei erhöhten Blutzuckerspiegeln lagert sich Traubenzucker zum Teil in der Linse ein. Starke Blutzuckerschwankungen können die Sehschärfe vorübergehend verändern.

Behandelt wird der graue Star operativ: Der Chirurg entfernt die getrübte Linse und ersetzt sie durch eine Kunstlinse. Der Eingriff erfolgt in der Regel in örtlicher Betäubung. Eine Behandlung mit Medikamenten gibt es derzeit nicht.