{{suggest}}


Prädiabetes: Zuckerwerte in der Grauzone

Der Blutzucker ist zu hoch, liegt aber noch unter dem Genzwert für Typ-2-Diabetes. Ein Anlass zu Sorge? Ein Diabetesarzt klärt auf

von Dr. Sabine Haaß, aktualisiert am 08.09.2016

Der Nüchtern-Blutzucker sollte normalerweise unter 100 mg/dl (Milligramm pro Deziliter) bzw. unter 5,6 mmol/l (Millimol pro Liter) liegen.  Ab einem Wert von 126 mg/d (7,0 mmol/l) spricht man von Diabetes. Blutzuckerwerte dazwischen beschreiben gewissermaßen eine Grauzone: Nicht mehr ganz normal, aber auch noch nicht "Dia­betes". In jedem Fall sollten Sie jetzt hellhörig werden. Besonders, wenn weitere Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes vorliegen.

Dazu zählen zum Beispiel Fälle von Typ-2-Diabetes bei nahen Verwandten wie Eltern, Großeltern oder Geschwistern – denn die Veranlagung für die Krankheit wird vererbt. Häufige "Auslöser" von Typ-2-Diabetes sind Übergewicht und Bewegungsmangel – denn beides verschlechtert die Insulinempfindlichkeit des Körpers, sodass das zuckersenkende Hormon nicht richtig wirken kann. Bluthochdruck und schlechte Blutfettwerte weisen ebenfalls auf ein erhöhtes Risiko hin.

Bei zu hohen Zuckerwerten besprechen Sie am besten mit dem Arzt, welche Maßnahmen in Ihrem Fall sinnvoll sind. Im Allgemeinen helfen regelmäßige Bewegung (mindestens eine halbe Stunde pro Tag) und der Abbau von Übergewicht effektiv, Typ-2-Dia­betes abzuwehren.

Dr. Bernhard Landers

Dr. Bernhard Landers
Diabetologe DDG,
Mayen (Eifel)


Nachrichten zum Thema Diabetes

Handy

Aktuelle Nachrichten zum Thema Diabetes