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Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)

Eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse ist oft sehr schmerzhaft. Wird sie chronisch, kann die Insulinproduktion nachlassen und ein Diabetes entstehen

aktualisiert am 26.07.2016
Bauchspeicheldrüse (Schematische Darstellung)

Bauchspeicheldrüse: Entzündungen können zu einem Diabetes führen


Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) kann akut auftreten oder chronisch bestehen. Im Verlauf einer chronischen Pankreatitis kann es zu akuten Schüben kommen.

Die akute, plötzlich auftretende Bauchspeicheldrüsenentzündung ist ein ernstes Krankheitsbild und sehr schmerzhaft. Typische Symptome sind heftige, häufig bis in den Rücken ausstrahlende, gürtelförmige Oberbauchschmerzen, Erbrechen, Übelkeit und mitunter auch Fieber.

Zu den häufigsten Ursachen einer akuten Pankreatitis zählen Gallensteine, die sich zum Beispiel in der gemeinsamen Mündungsstelle von Gallengang und Bauchspeicheldrüsengang in den Zwölffingerdarm einklemmen. Ein weiterer möglicher Auslöser ist übermäßiger Konsum von Alkohol, der das Gewebe der Bauchspeicheldrüse angreift und zerstört. Andere Ursachen, zum Beispiel Infektionskrankheiten (unter anderem Mumps) oder stark erhöhte Blutfette, sind deutlich seltener.

Bleibt die auslösende Ursache wie Alkoholkonsum bestehen, kann die akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse in ein chronisches Stadium übergehen. Die Beschwerden sind vielfältig und die Erkrankung wird oft erst spät erkannt.

Besteht die Pankreatitis über längere Zeit, kann die Produktion von Verdauungsenzymen und unter Umständen auch von Insulin nachlassen. Dann kommt es zu einem Diabetes und zu einer sogenannten Pankreasinsuffizienz. Die Betroffenen müssen Verdauungsenzyme zu sich nehmen und das Hormon Insulin dann früher oder später spritzen, um den Insulinmangel auszugleichen.