Body-Mass-Index (BMI)

Der Body-Mass-Index setzt das Körpergewicht eines Menschen in Beziehung zu seiner Größe. So lässt sich ermitteln, ob jemand übergewichtig ist. Es gibt aber auch Kritik an dem Verfahren

aktualisiert am 19.09.2016

Bin ich über- oder normalgewichtig? Der Body-Mass-Index liefert Anhaltspunkte


Der Body-Mass-Index (BMI) dient der Definition von Normalgewicht, Übergewicht und Fettsucht (Adipositas). Menschen mit einem BMI zwischen 18,5 und 25 sind nach Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO normalgewichtig. Wer einen niedrigeren BMI hat, gilt als untergewichtig. Übergewicht beginnt ab einem BMI von 25 und Fettsucht (Adipositas) ab 30. Für Kinder gelten eigene Regeln.

So berechnen Sie Ihren BMI

1. Multiplizieren Sie Ihre Körpergröße in Metern mit sich selbst.
Beispiel: Sie sind 1,70 Meter groß, dann rechnen Sie 1,70 mal 1,70 = 2,89

2. Teilen Sie Ihr Körpergewicht in Kilogramm durch das Ergebnis von Schritt 1.
Beispiel: Sie wiegen 80 Kilogramm, dann rechnen Sie 80 geteilt durch 2,89 = 27,7 (BMI)

 

Body-Mass-Index: Begrenzte Aussagekraft

Inzwischen hat sich gezeigt, dass der BMI nur eingeschränkt geeignet ist, um das Risiko für gewichtsbedingte Herz-Kreislauf-Krankheiten und andere Gesundheitsprobleme abzuschätzen. Denn der BMI berücksichtigt nicht, woraus sich das Körpergewicht zusammensetzt, wie hoch also die Anteile von Fettgewebe oder Muskelmasse sind. So kann ein leicht erhöhter BMI bei einem sportlichen Menschen weniger bedenklich sein als ein Normalgewicht bei einem wenig Trainierten.

Dadurch lässt sich möglicherweise auch erklären, warum Forscher immer wieder in Studien ein "Adipositas-Paradox" beobachten. In einigen Langzeituntersuchungen lebten leicht übergewichtige Menschen nämlich länger als Menschen mit einem BMI im Normbereich.

Außerdem gilt Fettgewebe im Bauchraum, sogenanntes "inneres Fett", als schädlicher wie Fett an den Hüften oder Oberschenkeln. Als Alternativen zum BMI gelten deswegen die Waist-to-Hip-Ratio (WHR, Taille-Hüft-Verhältnis) sowie die Waist-to-Height-Ratio (WHtR, Taille-zu Höhe-Verhältnis), die beide den Bauchumfang mit berücksichtigen.

Auch der Taillenumfang allein kann schon helfen, das Gesundheitsrisiko ungefähr einzuschätzen. Er sollte bei Männern nicht über 102 Zentimeter, bei Frauen nicht über 88 Zentimeter liegen.