{{suggest}}


Obst und Gemüse richtig einfrieren

Im Gefrierfach bleiben Aromen länger erhalten. Wir beantworten die acht wichtigsten Fragen in unserem Einfrier-Knigge

von Andrea Grill, 09.11.2016

Große, saftige, süße Zwetschgen! Reife Himbeeren direkt vom Strauch! Vor ein paar Wochen gab es unser Lieblingsobst noch in Hülle und Fülle frisch zu kaufen. Und jetzt? Die Saison geht langsam zu Ende, die Tage werden kürzer und kühler. Die Sehnsucht nach dem Geschmack des Sommers bleibt.

Bewahren Sie ihn doch einfach, indem Sie frische Früchte und Gemüse jetzt auf Eis legen! Gemeinsam mit der Ernährungswissenschaftlerin Gabriele Kaufmann vom Verbraucher-Informationsdienst aid in Bonn haben wir für Sie zusammengestellt, worauf es beim Einfrieren ankommt.

1. Welches Gefriergerät brauche ich?

Ob Gefriertruhe oder Gefrierfach: Für das Einfrieren muss es ein Vier-Sterne-Gerät sein. Es kühlt den Inhalt schnell auf minus 18 Grad und hält ihn für mehrere Monate frisch. Ein Drei-Sterne-Fach eignet sich zwar für die Lagerung von Tiefkühlkost, nicht aber für das Einfrieren.

2. Welches Obst und Gemüse eignet sich?

Fast alle Sorten dürfen ins Eis. Eine Ausnahme sind Nahrungsmittel mit hohem Wasseranteil wie Salate, Gurken, Tomaten, Rettich, Melonen, Trauben und Erdbeeren. Tomaten können Sie püriert einfrieren und für Soßen verwenden. Tief­gekühlte Erdbeeren eignen sich zwar nicht als Kuchenbelag (weil sie beim Auftauen matschig werden), aber prima für eine gekochte rote Grütze.

3. Wie bereite ich Obst und Gemüse zum Einfrieren vor?

Obst und Gemüse werden gewaschen, geputzt und trocken getupft. Größere Früchte und Gemüse sollten Sie zerteilen. Je nachdem, wie Sie sie später verwenden wollen, können Sie passende Stücke oder Scheiben schneiden.

4. Roh einfrieren oder blanchieren?

Obst können Sie roh einfrieren, Gemüse blanchieren Sie vorher: Zwei bis drei Minuten in kochendes Wasser geben, dann kurz in sehr kaltem Wasser abschrecken. Vorteil: Die Garzeit verkürzt sich, Keime werden abgetötet, Vitamine bleiben länger erhalten.

5. Welche Verpackungen sind geeignet?

Benutzen Sie gefriergeeignete Beutel oder Kunststoffboxen (erkennbar an Eiskris­tall-Symbolen). Boxen lassen sich leichter stapeln. Große Mengen verteilen Sie auf mehrere Behälter, damit der Inhalt schneller durchfriert. Bei Beuteln streichen Sie vor dem Verschließen die Luft aus. Das verhindert einen Gefrierbrand, der Eingefrorenes unansehnlich macht und den Geschmack zerstört.

6. Wie behalte ich den Überblick?

Beschriften Sie alle Behälter vor dem Befüllen mit Folienstift: Was ist drin, wann wurde es eingefroren? Wenn Sie den Inhalt für ein bestimmtes Rezept vorportionieren möchten, wiegen Sie ihn ab und vermerken die Menge. Den besten Überblick behalten Sie, wenn Sie eine Bestandsliste für Ihre Tiefkühlkost anlegen. Dann sehen Sie auf einen Blick, was bald verbraucht werden sollte, und müssen das Gefrierfach nicht unnötig lange öffnen und darin rumsuchen.

7. Wie lange ist Tiefgekühltes haltbar?

Faustregel: Obst hält tiefgekühlt etwa acht bis zwölf Monate, Gemüse sechs bis zwölf. Infomaterial dazu gibt es auf der Internet­seite des aid (www.aid.de). Länger gefros­tete Lebensmittel verderben zwar nicht gleich. Aber mit zunehmender Lagerdauer geht Aroma verloren, und auch das Aussehen verändert sich.

8. Macht Einfrieren Keime unschädlich?

Nein! Das ist ein häufiger Irrtum. Bakterien werden durch den Frost zwar in eine Art Kälteschlaf versetzt. Sobald man das Lebensmittel auftaut, sind sie aber wieder wach und aktiv. Deshalb ist Tiefkühlen auch keine Notlösung für altes oder halb verdorbenes Essen.


Nachrichten zum Thema Diabetes

Handy

Aktuelle Nachrichten zum Thema Diabetes