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Schöne Füße im Sommer

Jetzt haben die zwei wieder Saison – und freuen sich über eine extra Portion Zuwendung: Je besser gepflegt, desto weniger anfällig sind Füße für diabetesbedingte Probleme. Hier ein Programm in sieben Schritten

von Cornelia Menner, 14.07.2021

Mit Fußbad entspannen

Nur kurz und lauwarm, das gilt fürs Fußbad, konkret: nicht länger als drei Minuten und nicht wärmer als 35 Grad. Die Temperatur unbedingt per Badethermometer prüfen! Längeres Baden weicht die Haut zu stark auf, das macht sie hinterher trockener. Idealer Zusatz ist eine hautneutrale, rückfettende Waschlotion. Hinterher Füße sanft trocken tupfen, vor allem auch zwischen den Zehen. Aber: Bei jeder Art von Wunde ist ein Fußbad tabu!

Sanft sein zu Nägeln und Hornhaut

Zum Nägelkürzen braucht es eine ruhige Hand und lieber eine Feile statt einer Schere. Nägel gerade und nicht zu kurz feilen, damit nichts einwachsen kann. Faustregel: Der Nagelrand sollte mit der Zehenkuppe abschließen. Ein Bimsstein hilft beim Abrubbeln von Hornhaut, am schonendsten direkt nach dem Fußbad. Aber nicht zu viel wegnehmen – zu starke Enthornung ist ein Reiz für die Bildung neuer Hornhaut.

Dem Pilz keine Chance geben

Gegen Fuß- oder Nagelpilz kann man vorbeugend einiges tun. Zum Beispiel die Schuhe mit desinfizierendem Spray einsprühen und in gemeinschaftlich genutzten Räumen (Hotel, Sauna & Co.) nicht barfuß laufen. Hat sich trotzdem ein Fußpilz eingenistet, sollten Sie den Arzt zurate zu ziehen. Fußpilz lässt sich mit Sprays oder Salben gut behandeln. Spezielle Lacke machen Nagelpilz den Garaus. Sie brauchen jedoch viel Geduld – der Nagel muss komplett nachwachsen.

Täglich den Spiegel befragen

Nicht aus den Augen verlieren – so lautet das erste Fußgebot. Unter hohem Blutzucker leiden auch die Fußnerven. Sie werden unempfindlicher gegenüber Schmerz- und Temperaturreizen. Untersuchen Sie Ihre Füße jeden Tag gründlich, die Sohlen mithilfe eines Spiegels. Zeigen Sie Rötungen, Schwellungen, Blasen, Hühneraugen oder Druckstellen immer einem Arzt oder einer Ärztin. Denn auch aus kleinen Blessuren können schnell Wunden entstehen, die sich infizieren.

Cremes mit Power

Üppig aufgetragene Fußcreme ist mehr als eine Verwöhnkur für die Füße: Sie macht die Haut widerstandsfähiger gegen Verletzungen. Favorit unter den Wirkstoffen ist Urea (Harnstoff). Er lagert sich in der oberen Hautschicht ab und bindet dort Feuchtigkeit. Da Urea auch ein körpereigener Stoff ist, gilt er als besonders verträglich. Gut zu wissen: Urea gibt es in verschiedenen Konzentrationen. Creme, Schaum oder Lotion mit zwei bis zehn Prozent durchfeuchten die Haut und pflegen sie geschmeidig. Produkte mit höherem Harnstoffgehalt (30 bis 40 Prozent) machen besonders stark verhornte Bereiche glatt und geschmeidig.

Bequem unterwegs

Gut zu Fuß – da spielen die richtigen Schuhe eine entscheidende Rolle. Wichtigste Regel: Sie müssen perfekt passen und dürfen nirgends drücken. Ausreichende Länge, bequeme Weite, guter Fersenhalt und weiches Fußbett sind wichtige Faktoren. Dabei muss es nicht unbedingt orthopädisches Schuhwerk sein. Modische "Bequemschuhe" gibt es in allen Formen und Farben, auch Sandalen.

Nur das Barfußlaufen sollte man mit Diabetes lieber lassen, wenn der Arzt Nervenschäden festgestellt hat: Die Gefahr für Verletzungen ist dann einfach zu groß.

Gerüche vertreiben

Gegen Schweißfüße hilft neben atmungsaktiven Schuhen auch eine gute Pflegeroutine. Tupfen Sie die Zehenzwischenräume nach dem Duschen oder Baden mit einem Kosmetiktuch ab, um Feuchtigkeit aufzusaugen. Fußdeos und -puder tun das zusätzlich. Tragen Sie auch im Sommer Söckchen in den Schuhen, am besten aus Baumwolle oder mit Silberfäden, die antibakteriell wirken. Ziehen Sie jeden Tag frische an und waschen Sie die Socken in der Maschine bei 60 Grad.

Fachliche Beratung: Apotheker Cosmin Mihali aus Moorenweis (Bayern) und Podologin Michaela Göde aus Obermeitingen (Bayern)


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